2. Fahrt, Nachtrag….

Eigentlich… so sollte die Fahrt heissen…

Gestern Abend lag kein Marker azf dem Tisch, aber ein Aufgabenblatt mit 2 Aufgaben.  1 x FON, 1x MDT. Individueller Starplatz, alles frei. Das rich schon danach: wir wissen nicht was der Wind macht, macht einfach das Beste draus.

Der Meteorologe meinte noch, dass es sehr variabel und fast windstill ist, halt das Zentrum eines Hochs, aber, dass 2 Modelle ein kleines Windfeld im Westen des Wettbewerbsgebietes anzeigen. Zum Sunset hin, sollte der Wind etwas zunehmen. Damit war unsere Strategie, erst mal das FON mit Anstand machen und auf die Windzunahme hoffen. Das FON gelang uns unterschiedlich gut, die Windzunahme ließ leider auf sich warten, so dass für mich beides mäßig ausgefallen ist. 

Die eigentliche Herausforderung war mit den einschlafenden Winden, den vielen Leitungen, Himbeerfeldern, Baumplantagen überhaupt ein Landefeld zu finden.. irgendwann, deutlich nach SS war auch ich endlich am Boden..

Besser geht immer…

1. Fahrt, schneller als gedacht

Heute Morgen beim Briefing lagen 4 Marker auf dem Tisch, wieder die „schönen“ aus Satinstoff… Es waren dann 5 Aufgaben, FIN, JDG, HWZ, Pilot declared Weight Watcher Donut (nur 500m breit) und JDG. 

Nach dem Meteorologen  sollte es gut steuerbar sein, mit „viel rechts“.  Mit noch etwas Abstimmungsschwierigkeiten im Team suchten wir ums einen Startplatz, komischweise genau dort, wo alle anderen auch aufgebaut haben, nur halt etwas später. Da das Startfenster aber frei, und die Wertungsperiode ausreichend schien, könnte uns nur der im Laufe der Fahrt drehende Wind einen Strick daraus drehen. 

Flugs aufgebaut ging es flotter als gedacht den anderen hinterher. Beim ersten Ziel habe ich leider viel zu spät gemarkert und auch noch den Logger erst vergessen (geschätzte 30- 40m?), das 2. Ziel war zu weit rechts, dort kam nur einer hin. Das Rechts war zwar versprochen, aber eben nicht wirklich da, das HWZ war ein HWZ, zwischendurch und daher etwas durchwachsen, Ich hoffe noch in der MMA gemarkert zu haben. Den Donat habe ich probiert,  muss dann aber festgestellt haben, dass er nicht schmeckt, denn plötzlich ist das Rechts weg, das mich doch ein schönes Stück vom Kuchen hätte essen lassen und es ging mitten durch –  das war wohl gar nix. Zum Schluss sollte dann die relativ beste Aufgabe des Morgens kommen, ein letztes JDG, das ich Zick- Zack anfahren musste und den Marker bei ca. 7m in Ziel brachte.

Zufrieden bin ich mit der ersten Fahrt nicht. Da ist noch Potential nach oben, viel Potential.. Da die anderen Damen auch nicht glücklich waren, mal sehen, was am Ende rauskommt.

Hier für alle, die es interessiert noch der Link zum ENB: http://www.balloon-enb.org/?cat=38

Eröffnungstag

Heute morgen konnten wir noch ein Training absolvieren. Ich verzichtete nach der lange  Anfahrt gestern darauf, Astrid und Katharina nutzten allerdings die Chance, sich die Gegend von oben anzuschauen. Hügelig in Teilen, der andere Teil des Wettberwerbsgebiet flach wie eine Flunder mit vielen Baumschulen… sicher ganz schön zum Ballon fahren und nach dem Training in Horb sollten wir gut gerüstet sein.

Wir verbrachten unseren Tag dann mit uns sortieren, den Ort etwas unsicher machen und schauen, wo wir Aline noch unterstützen können. Heute abend das Ergebnis: sie hat 2 Ballone zur Auswahl, davon ein Racer inkl. Auto, Hänger und 2 Mann erfahrener Crew….  Laptop, und was sonst noch gelitten hatte konnten wir international auch austauschen, so dass morgen 4 deutsche Teams wohlgerüstet in den Wettbewerb einsteigen können.

Heute abend begann die Veranstaltung dann auch offiziell, mit einem Generalbriefing in Kurzform: gibt es Fragen zu den Regeln, hier die PZ- Liste, sonst noch was? Tschüß!

Anschließend die offizielle Eröffnung auf einem zentralen Platz im Ort. Blaskappelle, Einmarsch der Teilnehmer, viele Reden,… und dem Versuch des deutschen Teams ein Gruppenfoto zu machen. Viele Versuche, ich werde morgen mal schauen was ich ins Netz stellen werde. 

Die Party für die Mannschaften war klein aber gediegen, typisch polnische Köstlichkeiten in ausrechender Menge, Live Musik, 2 Geburtstagskinder zum Hochleben lassen und jede Menge Säfte, Wasser und Bier. Bis die Mücken uns vertrieben ein leckerer Ausklang des Abends… (am Schluss halt leider auch für die Mücken). 

Jetzt heißt es schlafen, um 3:45 klingelt der Wecker. Frühstück 4:15, Briefing 4:45…

Alle Teams sind angekommen

Gestern nun für 3 von 4 Teams die Fahrt ans „hintere, untere Ende“ von Polen. Lublin findet man eher auf der Karte liegt ca. 150km südlich von Warschau. Dort, noch im Einflussbereich des Flughafens befindet sich Naleczow, der Austragungsort der diesjährigen Frauen WM.

Thomas wollten wir in Mittweida, der Heimat von Reinhold und Roswitha treffen. Dort kann Thomas sein Auto unterstellen, bis wir wieder zurück sind. Aber bereits auf dem Weg dorthin, kommen viele Nachrichten auf mein Handy. Aline hatte kurz hinter Frankfurt Oder einen Unfall. Zum Glück keinen Personenschaden, aber Auto, Hänger, Korb und Brenner sind nicht mehr zu gebrauchen. Nach einigen Telefonaten ist klar, sie hat bereits ein Ersatzauto und kommt trotzdem zur Veranstaltung. Einige Pilotinnen, die schon hier sind und es auch mitbekommen haben, versuchen zu unterstützen, so dass Aline wahrscheinlich einen Ersatzballon für die WM bekommt… 

Als klar war, dass Aline keine Hilfe von uns brauchte machten wir uns auf den größeren Teil der Strecke. Mit Astrids Hilfe fanden wir die Mautstation für die Via Toll Box in Görlitz direkt  und 5 Min. später ging es auf polnischen Autobahnen auf die nächsten 600km. Nachts um 1/2 11 hatten wir es auch endlich als letztes deutsches Team geschafft. Die Unterkunft war gefunden, bezogen, noch ne Kleinigkeit essen und dann ins Bett. Die Trainingsfahrt heute morgen liesen wir sein. Erst mal Ordnung schaffen im Auto…

Der Tag vor der langen Reise

Eigentlich….

Ja eigentlich war von der Deutschen Meisterschaft noch fast alles gepackt. Na gut, nach 5 Tagen schwitzen mussten die Klamotten gewaschen und umgepackt werden, aber das ganze „Wettbewerzeug“ stand noch im Gästezimmer. Damit hätte das heute ein ganz gemütlicher Samstag werden können… bis wir festgestellt haben, dass die Birnen und Äpfel im Garten reif waren… 

Nach der Vollernte (150l Birnen- Maische für Obstbrand und 15kg Äpfel)  und der 2. Dusche am Tag kommt endlich der ruhigen Teil des Tages und das Warten auf Micha Echle, der Dritte bei mir im Team.

Während des Wartens dann noch die diversen Chats, u.a. von Katherina dass wir alles an Autan mitbringen sollen, was wir haben,,… in Naleczow ists heiß und Moskitohaltig… und freiwillig geben wir unser Blut nicht her – also muss das gute Autan Tropical, OFF, Repell und was im Ausland gesammelt wurde auf jeden Fall noch mit.

Wir wollen morgen FRÜH aufbrechen, um den etwas kühleren Teil des Tages auszunutzen… daher gehts jetzt dann in Bett.

Neue Marker im Wettbewerb ?

Glückwunsch an die Mädels in Polen. Das Wetter hat es ihnen bestimmt nicht einfach gemacht und sowohl das Markern als auch das ‚Loggern‘ bei hohen Windgeschwindigkeiten ist uns allen ungewohnt. Da kommt eben der eine Marker erst weit hinter dem Ziel am Boden an oder die andere Deklaration ist zu knapp gewählt und man hat keine Zeit mehr zum korrigieren.
Apropos Marker: Auf der FAI homepage gibt es einen interessanten Artikel über Marker in der Zukunft.
http://www.fai.org/cia-news/43143-hackathon-engineers-target-new-e-markers-for-balloon-competitions

Grüsse aus dem Ballonexil Sinpapore, Uwe

Wieder zu Hause – kurze Nachlese

Am Ergebnis hat sich nichts mehr geändert – Deutschland hat die Plätze 8 (Sylvia), 15 (Katharina), 18 (Dolly), 21 (Astrid) errungen. Damit liegen wir in der neu geschaffenen Nationenwertung auf Platz 4 (von 7). Hervorzuheben ist aus meiner sicht insbesondere die Leistung von Katharina – für sie war es die erste große Meisterschaft. Weiter so Kathi!

Samstagabend klang die Veranstaltung mit der Siegerehrung und einer teilweise feucht fröhlichen Abschlussfeier bis in den frühen morgen aus – die polnischen Teams brachten den Wodka in Umlauf, vor dem man sich kaum retten konnte. Sonntag ging es dann für uns alle nach Hause.

Zusammenfassend lässt sich sagen:
Super Organisation und Unterstützung von der ganzen Familie Pradwicki – herzlichen Dank für alles!
Die neue Wettbewerbsleiterin Monique vande Velde, hat interessante und herausfordernde Aufgaben gestellt (was ihr Anteil war und wo Mathijs de Bruijn seine Finger im Spiel hatte ist schwer zu sagen) – ich bin gespannt, was wir in Zukunft von ihr noch hören und sehen werden. Auf alle Fälle ist sie eine Bereicherung bei den Wettbewerbsleitern!
Das Wetter war gar nicht damenlike. Wir hatten die ganze Woche mit viel zu viel Wind oder wahlweise mit Schauern und Regen zu kämpfen. Die fünf Fahrten, die durchgeführt werden konnten, wurden meist in kleine Fenster gepresst – der Wind vielleicht auch etwas schön gemessen. Die Windgeschwindigkeiten in den offiziellen Windreads und in den Prognosen waren stets optimistisch und zu langsam. Allein die Richtung war verlässlich.
Die (internationale) Zusammenarbeit zwischen unseren vier Deutschen Teams, Elisabeth Kindermann aus Österreich und Marija Petric-Miklousic aus Kroatien hat Spass gemacht und sehr gut funktioniert. Diesen Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung habe ich so noch nie erfahren und erleben dürfen. Mädels – nächstes Jahr auf der WM machen wir das wieder so!
Last but not least – meine eigene Mannschaft – ihr wart Klasse. Habt mir den Rücken freigehalten wo ich es zugelassen habe :-), habt mich an Dinge erinnert, die ich vielleicht sonst vergessen hätte – mich mit allen Kräften vom Boden aus unterstützt und mich immer zuverlässig eingesammelt – egal wie schnell ich unterwegs war.  Ihr habt mich geschubst und geschoben, wo es nötig war und ward für mich da, wo ich es am Nötigsten brauchte. VIELEN, VIELEN Dank dafür – ohne Euch wäre ich nicht auf dem 8. Platz gelandet und hätte die letzte Fahrt wahrscheinlich auch nicht mehr gemacht!

Damit verabschiede ich mich jetzt erst mal wieder aus dem Blog, folge vielleicht dem Vorschlag Jareks, eine Kerze anzuzünden und werde die Veranstaltung auf alle Fälle in Ruhe noch Revue passieren lassen und Analysieren.

Den gestrigen Tag vergessen wir besser…

Ein gutes Bild für die Veranstaltung. Viel zuviel Wind und immer wieder Schauer oder Regen.

Die heutige Morgenfahrt wurde wieder einmal wegen zuviel Wind abgesagt. Die lokalen Modelle haben das gestern bereits angedeutet. Zwar hat sich in der Nacht eine Bodeninversion ausgebildet, doch in 1000 ft. (700 GND) pfeifft es laut den Modellen des DWD mit 25kt!

Als Deutsches Team haben wir einen ganz guten Modus der Zusammenarbeit gefunden – angereichert um das Team aus Kroatien und Elisabeth aus Österreich. Die Zusammenarbeit hat viel Spass gemacht und zumindest mir auch sehr geholfen. Ich hoffe den anderen ‚Mädels‘ ging es ebenso.

Ein großer Dank geht dabei auch an mein Team, ihr ward mir immer eine seelische und moralische Stürze, insbesondere auch gestern, habt mich an allen Landeplätzen eingesammelt, die ganzen bockigen Aufbauten mit Eurer Ruhe und Erfahrung unterstützt und auch während der Fahrt für mich mitgedacht. Vielen, vielen Dank für Alles!

Noch nicht Final sieht das Ergebnis nach den 5 Fahrten wie folgt aus: Sylvia auf Platz 8, Katharina auf 15, Dolly auf 18 und Astrid auf 21. Die Ergebnisse von gestern abend sind noch Provisional, aber viel passiert da sicher nicht mehr.

Heute um10.00 Uhr ist noch das Event- Debrief und um 18.00 Uhr die Siegerehrung. Damit geht eine weitere ereignisreiche Woche zu Ende.

We survived…

Heute abend war es an sich zweifelhaft, ob wir auf Grund der schnellen Winde überhaupt starten können. Auf dem Weg ins Briefing kam schon die whats app mit dem Tasksheet. Ein HWZ und ein Pilot declared RTA. Startplatz sollte unser Landegelände der Trainingsfahrt sein. Das ist ein großer Stoppelacker mit 3 Seiten Wald. Als wir uns dort getroffen haben, passte der Wind leider nicht mehr zu den gesetzten Zielen. Also mögkichst weit links aufbauen, um noch halbwegs zum nördlichsten Ziel zu kommen. Dann beim Zusatzbriefing ein kurzer und heftiger Schauer, so dass wir nass waren bevor wir zurück am Auto waren. Nach dem Schauer dann gleich die gelbe Flagge. Fahrt sollte wie geplant stattfinden.

Ans HWZ ist keiner wirklich hingekommen… waren blöderweise halt auch noch 2 große Windräder dazwischen – mal sehen was die anderen so haben.  Die RTA ist auch unsicher. Ich dachte, ich wäre mit 3 Sekunden gut… befürchte nach dem Debrief dass das nicht wirklich eine Verbesserung gibt- zumal das HWZ im Vergleich wohl mehr als mau war.

20170907wie4kt

Hektik am Nachmittag

Heute Mittag kam kurz Hektik auf. An sich war geplant von Dolsk den Sponsor Start durchzuführen. Die Absage oder Zusage sollte per Whats app uns sonstigen Kanälen um 14.00 Uhr erfolgen. Die Absage Dolsk kam auch um die Uhrzeit, um kurz nach 2 allerdings gab es eine weitere Nachricht, dass das Briefing auf den Flugplatz auf 15.00 Uhr vorverlegt wurde… da wir gerade alle unter der Dusche standen, war Eile angesagt. Zuerst auf den CLA 1C, dann hieß es doch CLA 1A – also diagonal über den Flugplatz zum nächsten CLA um dort um kurz nach 2 wirklich ein Feld-/Aufgabenbriefing zu haben. Eine kurze Aufgabe, vor der Front (es hatte aber auf der Fahrt zum Flugplatz schon den ersten Schauer gegeben) sollte es sein –eine Fuchsfahrt – Bogdan fuhr den Ballon, Mathijs als technischer Pilot mit an Bord. Auf alle Fälle findet Bogdan bessere Landefelder als Mathijs 🙂  . Mit hat es allerdings nicht viel geholfen, erst zu weit Links, dann doch rechts am Feld vorbeigefahren. Blöd – den Marker habe ich noch abgesetzt, aber leider außerhalb der MMA. So bleibt wohl ein Loggerergebnis von schlechten 120m. Punktetechnisch verbessert mich das leider nicht.

Der Stand vor der Abendfahrt war Dolly auf 8, ich auf 11, Katharina auf 16 und Astrid auf 26. Dolly könnte sich verbessert haben, bei uns anderen weiß ich es nicht.

endlich – endlich – endlich

Was zu erwarten war – heute Morgen war es endlich fahrbar und prompt reichte eine A4 Seite mit Aufgaben kaum aus – wir hatten sechs Aufgaben zu fahren. Ein FIN, gefolgt von zwei JDG, einem Donut, einem HWZ und einem FON. Marker werfen war angesagt – diese mit der komischen Konsistenz von Damenunterwäsche (was auch immer sie uns damit sagen wollen). Nach dem Start ging es leider erst mal nach links weg – sollte aber korrigierbar sein – war es aber nicht. Also bin ich beim FIN gleich mal links dran vorbei gefahren (dachte zwar, dass es den Rand noch trifft, der Marker war aber leider aus – und den Logger habe ich nicht richtig gedrückt und damit natürlich erst viel zu spät bemerkt). Die beiden anderen Ziele passten dann leider nicht mehr zum vorhergesagten Wind, so dass das ganze Feld uns inkl. links dran vorbeifuhren. Stellt sich die Frage, wer noch das meiste rechts hatte…. Im Donut dann hätte ich das links gebraucht, das hatte ich erst nicht mehr sondern dafür ein Rechts, und als ich das Rechts dann gebraucht hätte um zu retten was zu retten war, gab es nur noch links im Angebot – war wohl nix. Nach dem Donut gab es zwei weitere Ziele als HWZ, das eine viiiel zu weit im Süden, das andere war an sich auch zu weit rechts. Mit der Höhe gab es aber irgenwannd (als ich aus dem ollen Teilchen raus war) auch wieder das Rechts. Also hoch zum Ziel und nur nicht zu früh absteigen, denn das hiesse wieder links am Ziel vorbei. Mit einem längeren „kontrollierten Absturz“ ging es in die MMA des Zielkreuzes, wo zum Glück der Marker bei 26m auch zum Liegen kam. Da nicht viele zu diesen Zielen mehr gekommen sind, könnte, das ein paar Punkte geben.

Zum Abschluss dann das FON – max. 3 Deklarationen – Zeitbegrenzung bis 9.15 Uhr. Also Drei Versuche… der erste war lala es gab schlicht auf keiner Höhe verlässliche Winde  – also nochmal probieren und diesmal so hoch, dass hoffentlich die Inversion und die restliche Variabilität unter mir ist. Der zweite gelang dann ganz gut mit 11m + 100 Fuß – aber wieder typisch für mich heute – erst zu tief, versucht zu korrigieren und dann natürlich vor der Koordinate durch die deklarieren 2.400 Fuß durchgestiegen…

Jetzt heisst es warten, was die anderen so hinbekommen haben – da das Feld auseinandergezogen war, ist das schwierig abzuschätzen, was im Endeffekt bei dieser Fahrt herauskommt.

3 – 1 – 0

Heute lagen beim Nachmittagsbriefing 2 Marker auf dem Tisch. Durch das ENB wussten wir schon, dass es sich um ein HWZ mit 2 schon bekannten Zielen – ein FON auf der Gridlinie E 1200 und noch ein HWZ mit 3 Zielen handelt. Das Wetterbriefing und der gemeinsame Startplatz ließen viel Spass beim Aufbauen und Landen erwarten. Als wir dann am Startplatz standen und standen und standen …. passierte nix. Irgendwann eine whats app mit der Ansage – Zusatzbriefing in 2 Minuten – die Pinke Flagge kam dann auch irgendwann während des Zusatzbriefings. Dort bekamen wir aber nur zu hören, dass wir die Aufgaben fahren wie auf dem Aufgabenblatt beschrieben. Grün bis spätestens 18.30 Uhr. 18.30 wurde es ohne einen Farbwechsel – dann die nächste Nachricht Aufgabe 2 und 3 gestrichen – 1 soll gefahren werden – Grün bis 18.50 Uhr – und es wurde 18.50. Wieder kein Farbwechsel – 19.00 Uhr kam dieser dann – gekoppelt mit der Whats app – Fahrt gestrichen!

Nachlese zur EM in Frankreich

Hallo zusammen,

auch wenn die Frauen schon fleißig aus Polen von ihrer Europameisterschaft schreiben muss ich doch noch mal kurz „reingrätschen“ und einen kleinen Bericht zu Frankreich verfassen.

Sicherlich hat sich der eine oder andere zuhause gewundert das so überhaupt nichts von uns zu hören war. Leider war es aber wie so häufig, dass sich in unserem 37-köpfigen deutschen Team keiner in der Lage fühlte unseren Blog mit regelmäßigen Berichten, Bildern und Infos zu füllen bzw. diejenigen die es können einfach ihre Ruhezeiten gebraucht haben (oder so wie ich die freie Zeit zwischen den Fahrten lieber mit meiner Familie verbracht haben). Daher konnten wir, nachdem die Fahrten 3 bis 10 ohne Unterbrechnung stattfanden, keine Infos und Updates mehr online stellen.

Ich habe mich allerdings auch mal während des Gastankens mit Sonja Zeberli unterhalten die den Blog von Stefan geschrieben hat (sehr empfehlenswert https://ballon-zeberli.ch/de/blog/ballon-em-2017-brissac-17-08-22 ) und mir auch bestätigt hat, dass sie pro Fahrt immer rund 1 Stunde Arbeit hat um einen ordentlichen Text zu verfassen, Bilder auszusuchen usw. Und die Zeit hat tatsächlich von uns Piloten einfach keiner. Dafür nochmals Entschuldigung.

Nichts desto trotz, einen kleinen Abschlussbericht möchte ich, nachdem wir am Sonntag nach 1 Woche Urlaub aus Frankreich zurückgekommen sind, noch abgeben.

Alles in allem fand ich die Zusammenarbeit in unserer großen Gruppe mit 7 Teams sehr harmonisch, vernünftig und effizient. Wir haben alle an einem Strang gezogen und am Ende waren wir vom Endergebnis her nicht sooo schlecht. Die Plätze 5 (Uwe), 20 (David), 23 (Sven) und 29 (Martin) bringen uns hoffentlich wieder 5 bis 6 Startplätze bei der nächsten EM. Und auch 49 (Fabian), 55 (Thomas S.) und 63 (Thomas F.) waren sehr ordentlich angesichts der Leistungsdichte und der knappen Punktabstände die wir mittlerweile bei internationalen Meisterschaften haben. Mit 1.000 Punkten mehr oder weniger (bei 9 Fahrten und 23 Aufgaben) ist man leicht einmal 10 bis 15 Plätze weiter vorne oder hinten. Da reichen also schon 2 versemmelte Aufgaben, und schon wird man nach hinten durchgereicht. Lediglich die Top10 vorne konnten sich ein wenig absetzen, speziell unser neuer Europameister Stefan Zeberli der mit fast 2.000 Punkten Vorsprung und einem sagenhaften Schnitt von fast 855 Punkten seinen 4. Europameistertitel holte (den 3. in Folge)! Dazu noch mal ganz herzlichen Glückwunsch!

Natürlich gibt es wie immer (neben der Arbeit am Blog während der Meisterschaft) im Nachgang auch einiges was wir besser machen können/müssen und an was wir arbeiten sollten. Ich hoffe aber das mir meine Kollegen zustimmen werden, dass es alles in allem eine gelungene EM für das deutsche Team war.

Zur Veranstaltung selber muss ich sagen, typisch französisch 🙂 Vieles wurde erst kurzfristig fertig, einiges wurde während der Veranstaltung erst optimiert, aber wenn sich irgendwo ein „Problem“ (Lange Schlangen beim Essen, Wartezeiten beim Gastanken etc.) ergab haben die Franzosen in windeseile improvisiert, optimiert und alles getan um eine Verbesserung zu erzielen. Hut ab davor und vielen Dank noch mal für die große Gastfreundschaft, die uns in Brissac wieder einmal zuteil wurde.

Aus sportlicher Sicht muss ich sagen waren wir alle sehr positiv überrascht von unserem Wettbewerbsleiter Garry Lockyer und seinem Team. Nach den üblichen Anfangsschwierigkeiten, die ich selber durch meine Funktion als Wettbewerbsleiter nur zu gut kenne, lief es dann ab der 4. Fahrt wie geschmiert und auch die Aufgabenstellungen waren sehr abwechslungsreich, anspruchsvoll und den Wetter- und Windbedingungen hervorragend angepasst. Highlights waren natürlich das FlyIn auf den vollen Schlosspark am Freitagabend und der gemeinsame Massenstart am Samstagabend aus ebendiesem.

Ich persönlich bin, vor allem nach dem verkorksten Start, super zufrieden mit dem Verlauf der EM. Nachdem ich nach der 1. Fahrt auf dem letzten Platz lag, meine Hülle im Nomex-Bereich etwas modifiziert hatte und den Laptop demoliert hatte, ging es mit der Ersatzhülle (DANKE an Uwe und Sven!!) anschließend konstant von Fahrt zu Fahrt bergauf. Für mich hätte es nach der 9. Fahrt gerne noch weitergehen können 😉

Wie gesagt, wer noch mal Details zur EM nachlesen möchte, dem sind die Blogs vom Team Zeberli (siehe oben) und vom Team MM Ballonteam (https://mmballonteam.ch/) zu empfehlen. Die beiden Teams haben quasi eigens beauftragte Blog-Verantwortliche die sich die Zeit nehmen (können) und dort ausführlich während der Meisterschaft berichten und informieren.

Damit verabschiede ich mich erst mal und drücke jetzt unseren Mädels in Polen alle Daumen, dass sie bei besten Wetter viele Fahrten und Aufgaben machen können und mit ebenso positiven Eindrücken wieder nach Hause kommen wie das bei mir der Fall war.

Bis dann,

Martin

cof
dig
dav
dav
dav

Das wäre die Frühfahrt gewesen..

Nachdem gestern Abend Ost- Europäer vor unserem Hotelfenster Party gemacht hatten, war ich heute Morgen dafür schon etwas früher wach! Mit dem was ich aus dem Fenster sah, erwartete ich eigentlich eine Absage. Die kam aber (erst mal) nicht.

Im Briefing dann ein Aufgabenblatt mit 4 Aufgaben FIN, HWZ, Donut und ein FON. Thermikbeginn 9:00 Uhr, Wertungsperiode endet 9:15. Das  versprach viel Spass beim Landen.

Nachdem es einen weiteren offiziellen Windread gab – mit einer Windzunahme um geringen 2,5 kt am Boden (6,4 ->8,9 kt) und in der Höhe – 300m über Grund auf schlappe 27 kt. Gab es eine kurze Diskussion innerhalb der Wettbewerbsleitung, mit dem Ergebnis, dass wir fahren sollen.

 

Die meisten Piloten sind kopfschüttelnd aus dem Briefing in Richtung Flugplatz gefahren um dort zu überlegen, wie viele von uns verweigern müssen, damit die Fahrt nicht zählt…

Kaum noch mal ein Ballönchen rausgelassen kam die ersehnte whats- app – Fahrt gecancelled, da doch zu viel Bodenwind ist.

Jetzt noch ein wenig Sonde testen, Laptop und vor allem OZI- Target das sonderbare Verhalten abgewöhnen, dass es nicht mit OZI kommuniziert und dann bis heute Abend ausruhen / ein Schläfchen, Essen und mal schauen, was die Stadt so hergibt…