Archiv der Kategorie: 2018 – Frauen- Weltmeisterschaft Naleczow (Polen)

Letzte Chance…

.. die keine mehr war. Heute morgen hatten alle deutschen Teams ungläubig aufs Handy geschaut. Vor dem Fenster Nebel, es hatte bis spät in die Nacht geregnet und schon beim Mannschaftsabend hatten wir spekuliert,  wann wohl die Frühfahrt abgesagt wird. Es kam aber keine Absage, also flott angezogen, zur Briefinghalle gefahren, die Ballone vorbereitet und noch ein kurzes polnisches Frühstück zu uns genommen. 

Auf den Tischen lag ein liebloses Tasksheet mit einem gemeinsamen Start aus dem Kurpark (der halb unter Wasser steht), einem Fly in auf den Sportplatz hier, einem Fly on. Irgenwie passte alles nicht ganz zusammen. Das Wetterblatt von Brad sagte auch schon wieder Gewitter für die umliegenden Orte. Scheinbar wild entschlossen wurde ein zweites Briefung um 6.00 Uhr angesetzt. Die Stunde dazwischen nutzte die Jury für ein Eventdebrief.

Um 6.00 Uhr die gute und die schlechte Nachricht: der Nebel löst sich schneller auf, als gedacht, dafür kommt der Regen früher, sprich das Fenster in dem wir hätten fahren können schloss sich. Daher wurde die Fahrt dann doch noch abgesagt.

Damit ist diese Veranstaltung mit 4 Fahrten beendet, mal wieder mit Wetterpech. Nachdem wir zu beginn zu variable Winde hatten, wurde der Wind dann zu stark, gefolgt vom Regen.

Mit dem Ergebnis kann eigentlich nur Astrid als 8. zufrieden sein, bei uns anderen war noch viel Luft nach oben.

Mein persönliches Resumee: die Zielanfahrten waren dank dem Training in Horb ok, die Konstanz und meine Fehlerquote passt einfach noch nicht! Die Zusammenarbeit mit den anderen Teams wird von Mal zu Mal besser und unsere Bodenmannschaften haben einen tollen Job gemacht! Vielen Dank für eure Unterstützung, nich nur beim Aufbau und einsammeln auf riesigen Feldern ohne Zufahrt,  sondern auch für die ganzen Bodenwinde und Sondenergebnisse, die die Zielanfahrten erst möglich gemacht haben!

 An Katharina, Astrid und Aline: es hat Spass gemacht mit euch zusammenzuarbeiten, das nächste Mal gerne wieder!

 

Nachbetrachtung der letzten Abendfahrt

Katharina und Aline standen mitten im Getümmel beim Aufbau auf einem viel zu kleinen Startfeld mit viel zu wenig Zeit, um in mehreren Wellen sicher und mit Anstand zu starten. Dabei wurde Alines Ballon vom Ventilator von Katharina angesaugt und beschädigt, so dass sie diesen Abend nicht mehr fahren konnte. Mittlerweile ist der Ballon repariert und wieder freigegeben.

Nachdem heute morgen wieder das Briefing und damit die Fahrt gecancelled wurde, nutzten wir die Chance uns zusammenzusetzen und zu schauen, was passiert war.

Mittlerweile ist klar, das alles fair, aber nicht optimal abgelaufen ist. Kern des Problems war eine mangelnde Abstimmung und Kommunikation – sowohl auf dem Startfeld als auch nach der Fahrt.

Jetzt hoffen wir vier Teams auf gutes Ballonwetter, um wieder gemeinsam in die Luft zu kommen und Platzierungsseitig noch zu retten, was zu retten ist.

Aline & Katharina

Frühfahrt abgesagt

Heute Morgen klingelte wie üblich 3:45 der Wecker, kaum im Bad kam von Mike schon der Hinweis „weiterschlafen“ die Frühfahrt ist abgesagt…

Noch kurze Bestätigung über das ENB und schon ging über unsere whats app Gruppe das Gewitter, dass die Frühfahrt abgesagt ist – Bestätigung von allen Seiten. 

Also Licht wieder aus, und ab zurück ins Bett. Beginnen  wir den Tag einfach später mit einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück…

Warum abgesagt wurde ist allerdings nicht ganz klar, das Wetter, das wir uns ziehen können, hätte eine kurze Fahrt erlaubt….

4. Fahrt – ein Start aus dem Stadtpark

Gestern abend lag ein Marker auf dem Tisch, in Summe 2 Aufgaben. Ein Maximum Distance mit Wertungsgebiet (als Banana Split) und ein HWZ. Startplatz sollte der Stadtpark in Naleczow sein. Leider hat der Startplatz einige nasse Gräben, so dass aus dem an sich großen Platz eine enge Angelegenheit wurde, zumal für 35 Ballone die Startperiode mit green + 20Min. sehr knapp bemessen war.

Für die erste Aufgabe hiess es gleich vom Start heraus auf 4.000 – 6.000ft. hochzuschiessen, anders konnte mal das Wertungsgebiet nicht erreichen. Solches Tasksetting mag ich gar nicht. 

Astrid und ich hatten Glück, wir fanden eine halbwegs ruhige Ecke auf den Startplatz mit etwas Platz, Katherina und Aline steckten mitten im Getümmel, was beiden zum Verhängnis wurde. Alines Ersatz- Ballon wurde wohl von einem Venti angesaugt und war nicht mehr fahrtauglich.

Mit der grünen Flagge sprangen überall die Ventis an und es wurde zügig gestartet. Irgendwann auf halber Höhe zu den 4.000ft erwischte mich eine Kaltluftblase und es ging unangenehm schnell nach oben. Der Ballon veranstaltete ein Ballett in der Luft. Unglücklichweise veranschiedete in der Zeit sich auch mein PC, so dass der Bananasplit ein blindes unterfangen war. So auch das Ergebnis. Für das anschließende HWZ hatze Micha mir zum Glück die Koordinate ins GPS gespeichert, so dass ich da wenigstens mit etwas Sicht fahren konnte. Ich stieg allerdings zu spät ab, so dass ich zwar in der MMA drin war, aber leider auf 2.600ft. Auch hier ein schlechtes Ergebnis, das mich wieder einen Platz kostete.

Die Aufholjagd wird langsam schwierig…

3. Fahrt- jetzt etwas zügiger…

und mit Steuerung..

Heute morgen hatten wir wieder 3 Satinmarker auf dem Tisch liegen. Das konnten wir vom Frühstück aus sehen, die Japaner gönnten sich das Aufgabenblatt per Internet vorab, damit konnten wir sehen, dass es auf alle Fälle 2 Seiten hat.

Als Briefingzeit war, konnten wir auch endlich in die Halle um uns einzulesen und zu überlegen, was wir wir machen wollen. Zu lösen galt es heute 1 x PDG, 1 x CRT, 1 x HWZ, 1 x JDG, 1 x Pilot declared RTA. 

Mit den Piballs der Meteorologen suchten wir eine Ecke aus, wo wir potentiell starten wollten, noch kurz eine weitere Windmessung und die Überlegung, ob das PDG vor oder nach dem CRT zu fahren ist. Wir entschieden uns für vorher, was vielleicht nicht ganz schlau war, da das „gemessene Rechts“ weg war. Damit verfehlte ich mein PDG und am CRT fuhr ich auch dran vorbei. Die Herausforderung hier war, dass innerhalb der MMA jeweils von 00-15 und 30-45 gemarkert werden durfte, ausserhalb von 15- 30 und 45- 00. Für die MMA war ich genau richtig in der Zeit, für den Loggermark war ich leider zu spät, so dass ich bereits 450m vor dem Ziel den Marker drücken mußte. 

Das HWZ erreichte ich zwar, aber nicht so dolle, mit 20km/h hat man keine 2 Chance zu korrigieren, aber immerhin innerhalb der MMA, das JDG wurde zwischen der Wettbewerbsleitung diskutiert.. diese blöden Marker sind so rutschig, dass mir der Marker vor der MMA beim entrollen aus der Hand und damit aus dem Korb gefallen ist. Blieb als Alternative der Loggermarker und der nich geworfene rosa Marker. Den legte ich bei 6,18 ab… mal sehen, was dabei rauskommt.

Das RTA war zwischen 2 Grudlinen und ca. 2km lang. Mit den Geschwindigleiten, die ich ursprünglich hatte,  hatte ich es auf 5 Min. geschätzt. Erst war ich zu schell, dann habe ich gebremst und dann war ich zu langsam… 43 Sek. reicht hier wohl nicht für einen Blumentopf. 

Jetzt erst mal frühstücken, Thomas und Micha haben Rührei und Speck schon fertig, dann etwas schlafen und zum Tanken – Bus und Ballon… dann beginnt der Spass von vorne…

 

2. Fahrt, Nachtrag….

Eigentlich… so sollte die Fahrt heissen…

Gestern Abend lag kein Marker azf dem Tisch, aber ein Aufgabenblatt mit 2 Aufgaben.  1 x FON, 1x MDT. Individueller Starplatz, alles frei. Das rich schon danach: wir wissen nicht was der Wind macht, macht einfach das Beste draus.

Der Meteorologe meinte noch, dass es sehr variabel und fast windstill ist, halt das Zentrum eines Hochs, aber, dass 2 Modelle ein kleines Windfeld im Westen des Wettbewerbsgebietes anzeigen. Zum Sunset hin, sollte der Wind etwas zunehmen. Damit war unsere Strategie, erst mal das FON mit Anstand machen und auf die Windzunahme hoffen. Das FON gelang uns unterschiedlich gut, die Windzunahme ließ leider auf sich warten, so dass für mich beides mäßig ausgefallen ist. 

Die eigentliche Herausforderung war mit den einschlafenden Winden, den vielen Leitungen, Himbeerfeldern, Baumplantagen überhaupt ein Landefeld zu finden.. irgendwann, deutlich nach SS war auch ich endlich am Boden..

Besser geht immer…

1. Fahrt, schneller als gedacht

Heute Morgen beim Briefing lagen 4 Marker auf dem Tisch, wieder die „schönen“ aus Satinstoff… Es waren dann 5 Aufgaben, FIN, JDG, HWZ, Pilot declared Weight Watcher Donut (nur 500m breit) und JDG. 

Nach dem Meteorologen  sollte es gut steuerbar sein, mit „viel rechts“.  Mit noch etwas Abstimmungsschwierigkeiten im Team suchten wir ums einen Startplatz, komischweise genau dort, wo alle anderen auch aufgebaut haben, nur halt etwas später. Da das Startfenster aber frei, und die Wertungsperiode ausreichend schien, könnte uns nur der im Laufe der Fahrt drehende Wind einen Strick daraus drehen. 

Flugs aufgebaut ging es flotter als gedacht den anderen hinterher. Beim ersten Ziel habe ich leider viel zu spät gemarkert und auch noch den Logger erst vergessen (geschätzte 30- 40m?), das 2. Ziel war zu weit rechts, dort kam nur einer hin. Das Rechts war zwar versprochen, aber eben nicht wirklich da, das HWZ war ein HWZ, zwischendurch und daher etwas durchwachsen, Ich hoffe noch in der MMA gemarkert zu haben. Den Donat habe ich probiert,  muss dann aber festgestellt haben, dass er nicht schmeckt, denn plötzlich ist das Rechts weg, das mich doch ein schönes Stück vom Kuchen hätte essen lassen und es ging mitten durch –  das war wohl gar nix. Zum Schluss sollte dann die relativ beste Aufgabe des Morgens kommen, ein letztes JDG, das ich Zick- Zack anfahren musste und den Marker bei ca. 7m in Ziel brachte.

Zufrieden bin ich mit der ersten Fahrt nicht. Da ist noch Potential nach oben, viel Potential.. Da die anderen Damen auch nicht glücklich waren, mal sehen, was am Ende rauskommt.

Hier für alle, die es interessiert noch der Link zum ENB: http://www.balloon-enb.org/?cat=38

Eröffnungstag

Heute morgen konnten wir noch ein Training absolvieren. Ich verzichtete nach der lange  Anfahrt gestern darauf, Astrid und Katharina nutzten allerdings die Chance, sich die Gegend von oben anzuschauen. Hügelig in Teilen, der andere Teil des Wettberwerbsgebiet flach wie eine Flunder mit vielen Baumschulen… sicher ganz schön zum Ballon fahren und nach dem Training in Horb sollten wir gut gerüstet sein.

Wir verbrachten unseren Tag dann mit uns sortieren, den Ort etwas unsicher machen und schauen, wo wir Aline noch unterstützen können. Heute abend das Ergebnis: sie hat 2 Ballone zur Auswahl, davon ein Racer inkl. Auto, Hänger und 2 Mann erfahrener Crew….  Laptop, und was sonst noch gelitten hatte konnten wir international auch austauschen, so dass morgen 4 deutsche Teams wohlgerüstet in den Wettbewerb einsteigen können.

Heute abend begann die Veranstaltung dann auch offiziell, mit einem Generalbriefing in Kurzform: gibt es Fragen zu den Regeln, hier die PZ- Liste, sonst noch was? Tschüß!

Anschließend die offizielle Eröffnung auf einem zentralen Platz im Ort. Blaskappelle, Einmarsch der Teilnehmer, viele Reden,… und dem Versuch des deutschen Teams ein Gruppenfoto zu machen. Viele Versuche, ich werde morgen mal schauen was ich ins Netz stellen werde. 

Die Party für die Mannschaften war klein aber gediegen, typisch polnische Köstlichkeiten in ausrechender Menge, Live Musik, 2 Geburtstagskinder zum Hochleben lassen und jede Menge Säfte, Wasser und Bier. Bis die Mücken uns vertrieben ein leckerer Ausklang des Abends… (am Schluss halt leider auch für die Mücken). 

Jetzt heißt es schlafen, um 3:45 klingelt der Wecker. Frühstück 4:15, Briefing 4:45…

Alle Teams sind angekommen

Gestern nun für 3 von 4 Teams die Fahrt ans „hintere, untere Ende“ von Polen. Lublin findet man eher auf der Karte liegt ca. 150km südlich von Warschau. Dort, noch im Einflussbereich des Flughafens befindet sich Naleczow, der Austragungsort der diesjährigen Frauen WM.

Thomas wollten wir in Mittweida, der Heimat von Reinhold und Roswitha treffen. Dort kann Thomas sein Auto unterstellen, bis wir wieder zurück sind. Aber bereits auf dem Weg dorthin, kommen viele Nachrichten auf mein Handy. Aline hatte kurz hinter Frankfurt Oder einen Unfall. Zum Glück keinen Personenschaden, aber Auto, Hänger, Korb und Brenner sind nicht mehr zu gebrauchen. Nach einigen Telefonaten ist klar, sie hat bereits ein Ersatzauto und kommt trotzdem zur Veranstaltung. Einige Pilotinnen, die schon hier sind und es auch mitbekommen haben, versuchen zu unterstützen, so dass Aline wahrscheinlich einen Ersatzballon für die WM bekommt… 

Als klar war, dass Aline keine Hilfe von uns brauchte machten wir uns auf den größeren Teil der Strecke. Mit Astrids Hilfe fanden wir die Mautstation für die Via Toll Box in Görlitz direkt  und 5 Min. später ging es auf polnischen Autobahnen auf die nächsten 600km. Nachts um 1/2 11 hatten wir es auch endlich als letztes deutsches Team geschafft. Die Unterkunft war gefunden, bezogen, noch ne Kleinigkeit essen und dann ins Bett. Die Trainingsfahrt heute morgen liesen wir sein. Erst mal Ordnung schaffen im Auto…

Der Tag vor der langen Reise

Eigentlich….

Ja eigentlich war von der Deutschen Meisterschaft noch fast alles gepackt. Na gut, nach 5 Tagen schwitzen mussten die Klamotten gewaschen und umgepackt werden, aber das ganze „Wettbewerzeug“ stand noch im Gästezimmer. Damit hätte das heute ein ganz gemütlicher Samstag werden können… bis wir festgestellt haben, dass die Birnen und Äpfel im Garten reif waren… 

Nach der Vollernte (150l Birnen- Maische für Obstbrand und 15kg Äpfel)  und der 2. Dusche am Tag kommt endlich der ruhigen Teil des Tages und das Warten auf Micha Echle, der Dritte bei mir im Team.

Während des Wartens dann noch die diversen Chats, u.a. von Katherina dass wir alles an Autan mitbringen sollen, was wir haben,,… in Naleczow ists heiß und Moskitohaltig… und freiwillig geben wir unser Blut nicht her – also muss das gute Autan Tropical, OFF, Repell und was im Ausland gesammelt wurde auf jeden Fall noch mit.

Wir wollen morgen FRÜH aufbrechen, um den etwas kühleren Teil des Tages auszunutzen… daher gehts jetzt dann in Bett.