Archiv der Kategorie: 2015 – Frauen-EM in Drenthe/Holland

19. September 2015 – Dritte und Letzte Fahrt!

Letzter Tag – im Briefing lagen 3 Marker und ein Aufgabenblatt mit 4 Aufgaben. Damit könnten heute nochmal fast so viele Punkte vergeben werden wie in der bisherigen Veranstaltung. Gesetzt waren ein vorgegebenes Ziel, ein Qual der Wahl, ein vorgegebenes Ziel und ein weiterer Donut. Die Wetteraussichten sagten gute Steuerbarkeit und etwas Dunst / Nebel voraus. Als wir uns wieder einmal auf dem allgemeinen Startplatz eingefunden hatten gab ein Feldbriefing mit neueren Wetterinformationen – rund herum hat es noch Schauer und Labilität. Daher wurden die letzten beiden Aufgaben gestrichen – blieben ein vorgegebenes Ziel und ein Qual der Wahl. Eingequetscht zwischen zwei Holländischen Teams hatten wir schon das Problem unseren Ballon nur aufgestellt zu bekommen – obwohl wir als erstes angeblasen hatten. An einen Start aus der Startfessel war dank der „Nachrücker“ neben mir gar nicht wirklich zu denken. Mit vereinten Kräften – auch der beiden Nachbarteams quetschten wir unseren Ballon ins Freie.

Gut steuerbar ging es aufs erste Ziel, das für mich kurz hinter einer höheren Baumreihe lag. Leider zu blöd angefahren, so dass die Ablage zwar dafür nicht schlecht – im Vergleich zu den anderen allerdings „unterirdisch“ war. Dafür hätte ich beinahe noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Marianne Hartmann vom Targetteam dort hatte schon den Stift gespitzt…. Aber Glück gehabt – 3 m über Grund habe ich nochmal die Kurve bekommen. Das Qual der Wahl war ordentlich gestreut – es wären beide Ziele heute Morgen für mich erreichbar gewesen. Ich entschied mich für das nördlichere und Ewa und ich umtanzten uns etwas – irgendwann trennten sich unsere Wege – wir hatten wohl unterschiedliche Taktiken der Zielanfahrt. Mit 5,56 m als Gravity war das dann auch nicht ganz schlecht und brachte etwas über 900 Punkte ein – ich hatte ja auch was von der ersten Aufgabe aufzuholen.

Und wie üblich – nach den Aufgaben der schwierigste Teil- die Wolken kamen immer tiefer – mittlerweile die Untergrenze auf ca. 400 ft – vernünftiges Landegelände finden. Hatte es gestern noch abgetrocknet, ist in der Nacht ein ordentlicher Schauer durchgezogen und damit war alles wieder nass und unter Wasser. Nach einem verpassten Weg bekamen wir eine 2. Chance – ein gepflasterter Weg und fast trocken von unten eingepackt – von oben meinte es Petrus nicht zu gut mit uns und hat es mal wieder tröpfeln lassen.

Resumee:

Alles in allem eine absolut durchwachsene Veranstaltung!

  • Das Wetter war bescheiden und nicht Ballon tauglich – die Niederlande könnten den Beinahmen „Niederschlagslande“ bekommen. Damit konnten nur 3 von 9 Fahrten durchgeführt werden, von denen auch noch 2 windtechnisch auf der Kante waren und die Morgenfahrt heute mal wieder etwas feucht von oben wurde. Vielleicht haben wir den einen oder anderen Abendhüpfer verpasst –  bei der Wind- und Regenlotterie halt mal „verzockt“.
  • Super durch den holländischen Verband organisiert – kurze Wege. Alles von Briefing und Startplatz über Verpflegung in Laufentfernung
  • Als deutsche Damenmannschaft haben wir begonnen zusammenzuarbeiten – Danke an Dolly, Elise, Astrid und Siegrid mit Ihren Teams!
  • Das Ergebnis mit dem 10., 18., 21., 29., 30. Platz ist noch deutlich verbesserungswürdig. Es zeigt sich doch mal wieder, dass 3 Fahrten nicht wirklich aussagekräftig für ein Gesamtergebnis sind. Die Dritte Fahrt heute Morgen hat mit den beiden Aufgaben das Gesamtergebnis nochmals durcheinandergebracht.

Heute Abend ist um 18.30 Uhr noch Siegerehrung mit anschließendem Abendessen und sicherlich einem längeren Abend an der Bar oder gemütlich in unserem Häuschen – und dann ist diese Woche auch schon wieder vorbei…

Bleibt mir noch zu sagen – VIELEN, VIELEN Dank an meine Mannschaft – ihr ward super – es hat riesigen Spaß gemacht und obwohl neu zusammengewürfelt wart ihr ein Klasse- Team! Vor 4 Wochen dachte ich nicht mehr wirklich daran hier antreten zu können, nachdem sich meine Mannschaft um knapp 50% reduziert hatte!

Vielen Dank an Mike, der in der Vorbereitung so manchen Abend hinter dem PC verbracht hat, an Thomas und Sven die eingesprungen sind und die viel mehr waren als einfach nur Ersatz und an Micha, der mal so eben in 2 Regentagen ein Tool in den PC „gezaubert“ hat, das die Windreads zuverlässig per SMS an die anderen deutschen Teams verteilen konnte – nachdem wir unsere Schwierigkeiten mit dem Vorhanden hatten. Ich würde mich freuen, wenn wir mal wieder einen Wettbewerb zusammen machen könnten – in welcher Kombination auch immer!

18. September 2015 – den Startplatz kennen wir jetzt..

Heute Abend standen eigentlich 2 Aufgaben auf dem Programm – ein Rennen zum Wertungsgebiet mit abschätzen der benötigten Zeit – die Aufgabe mit der uns Martin Wegner bereits in Marburg letztes Jahr gequält hat und mal wieder ein Qual der Wahl. Start sollte vom gemeinsamen Startplatz sein. Also haben wir uns alle mal wieder auf dem mittlerweile recht umgegrabenen Startplatz eingefunden.

Das Windmessteam der Wettbewerbsleitung leistete Schwerstarbeit bei Windreads im 15 Minutentakt. Leider ergab jede Messung andere Richtungen und Geschwindigkeiten – je nachdem welche der vielen Wolken drum herum gezogen hat. Nach der zweiten Messung noch ein Zusatzbriefing mit einer komplizierten Flaggenerläuterung (erst gelb – wenn dann weiss gezogen wird, wird die 2. Aufgabe gestrichen oder grün zur Startfreigabe mit beiden Aufgaben – ne Rolle rückwärts: gelb, bzw. gelb / weiß (Streichung der 2. Aufgabe) und grün bzw. schwarz- letzte Einigung und Vorschlag von David Levin: gelb oder weiß und dann normal grün bzw. schwarz) und weiteres Warten…. 18:45 kam dann die schwarze Flagge – Wettbewerbsfahrt gestrichen.

Es wurde zu lange gewartet, um überhaupt auch nur eine Aufgabe fahren zu können. Als wir dann am Häuschen angekommen sind, hat ein Künstler mal wieder die dummen „schwarzen temporären Punkte“ auf die Terrasse gemalt – nicht viele, aber immer wieder neu!

Ausblick für Morgen: NEBEL !!

18. September 2015 – mit fast 50 km/h an den Zielen vorbei

Nach einer klaren Nacht hatte es überall leichte Dunstfelder als wir heute Morgen zum Briefing gelaufen sind. Dort lag ein Marker und ein Aufgabenblatt mit 3 Aufgaben. Ein Selbstgewähltes Ziel, ein Qual der Wahl und ein Donut. Einzig die Winde sind doch nicht ganz langsam. Da wir gestern Abend die Gespanne auf dem gemeinsamen Startplatz hatten stehen lassen – stand dort noch alles eng an eng. Damit hatten Astrid und ich beschlossen, mit 2 Ventis erst meinen Ballon aufzustellen und dann mit den beiden ihren. Das hatte zur Folge, dass ich mit Abstand als erstes gestartet bin.

Nach einer Hochspannungsleitung, die plötzlich aus dem Nichts vor mir aufgetaucht ist ging es mit flotten 35 – 50 km auf die Ziele zu. Das selbstgewählte Ziel verfehlte ich um ca. 90m, zwischen den Qual der Wahl wäre ich mitten durch – also korrigieren und dann war das „Links“ weg – damit 300m Abstand zum Zielkreuz. Das war dann wohl mal gar nix. Somit blieb nur der Donut. So wie ich den ursprünglich deklariert hatte, wäre es auch nichts geworden. Also schnell mal umdeklariert – mit 3 km. Abstand zum Mittelpunkt. Die zweite Deklaration war fast genauso schlecht – also Versuch 3. Der saß dann halbwegs. Allerdings war mitten im Donut dann die Strömung aus 270° einfach weg! Nichts zu machen – in keiner Höhe – das einzige was sich änderte war die Geschwindigkeit –von 20 km/h bis max. 49,5 km/h mit den entsprechenden Scherungen. Gut durchgeschüttelt sollte ich da dennoch eine Strecke von 5,2 km hinbekommen haben.

Nach den Aufgaben ist vor der Landung – und damit eine der schwierigen Aufgaben hier. Nass, nässer, Kanal – zwischendrin Kühe und Mais. Nicht unbedingt ideal. Nach einiger Strecke dann endlich eine Wiese – die kann man sich nicht entgehen lassen (die frischen, nassen Kuhfladen konnte man leider von oben nicht sehen L). Der Bauer wollte uns zwar zuerst nicht auffahren lassen, als wir dann aber Jan vom Ferienpark in Wezuperbrug getroffen haben, konnte er den Bauern überzeugen, dass er uns mit dem Traktor Korb und Hülle aus dem Feld holt. Vielen Dank an Jan und den Bauern! Damit sind wir mit braunen Hosen und viel „Geschmack“ davongekommen! Mal sehen, was das in den Ergebnissen mach….

17. September 2015 – Abendfahrt die nach dem Umgraben des Startplatzes doch noch abgesagt wurde.

Heute Abend sind wir mal wieder im Regen zum Briefing gelaufen. Dort lag bereits ein gelber Marker und ein Flight Report Form. Der Meteorologe versprach uns aber ein Regenende ab ca. 18.00 Uhr. Also kamen Aufgabenblätter mit entweder einem Qual der Wahl mit 4 Zielen oder, falls bis zur gelben Flagge ein Fuchsballon aufgebaut wird eine Fuchsjagt. Zudem wurde das Briefing so lange unterbrochen, bis sich die Wetteränderung wirklich eingestellte.

Dann ging es im Konvoi langsam auf die mittlerweile völlig aufgeweichte Startwiese. Korb an Korb lagen wir dann dort wie die Ölsardinen – ein Traktor stand bereit, um uns wieder vom Platz zu holen!

Als wir unsere Planen ausgelegt hatten um aus einem roten Ballon keinen braunen oder mit dem Moor eher schwarzen zu machen, gab es ein zweites Windreading, das für mich keine wirkliche Besserung zeigte – mittlerweile hatten wir in 150m MSL – also knapp über Leitungshöhe bereits 19,9 Knoten Mittelwind – Tendenz nach oben weiter ansteigend.

Kaum hatten wir den Ballon angehängt und mit Astrid vereinbart, wie wir den wenigen Platz am besten aufteilen, wurden wir zur Zusatzaudienz am Flaggenmast berufen. Es hatten sich rund um Quellwolken aufgetan bei denen nicht klar war, wie sich das weiter entwickelt. Der Wind hatte ja bereits wieder gedreht. So wurde die schließlich doch noch die schwarze Flagge gezogen. Zwiespältig – die einen fanden es schade, dass wir nicht gleich nach dem Regen gestartet sind, ich bin eher froh, dass uns die restliche Schlammschlacht erspart blieb.

Bin mal gespannt, wie es weiter geht- morgen soll es deutlich besser vom Wetter werden.

16. September 2015 – nichts ist so schlecht, dass es nicht doch was Gutes hat…

Nachdem es kurz vor dem Briefing wieder das Schütten angefangen hat – Regnen kann man nicht mehr nur dazu sagen, lag nur ein Zettel dem Hinweis der CTR- Elde auf dem Tisch. Die war nicht korrekt in der Wettbewerbskarte eingetragen und hatte heute Morgen wohl etwas Besuch.

Die Abendfahrt wurde damit mal wieder abgesagt und bleibt genug Zeit, die SMS- Software zu bezähmen, bzw. fertig zu programmieren und zu testen. Wir sind aber guter Hoffnung, dass Micha und Thomas das bis zur nächsten Fahrt gut hinbekommen….

Und die Aussichten für morgen früh ? Eine halbe Absage! :-((

16. September 2015 – die erste Fahrt hat stattgefunden: Distanz: 22km in 55 Minuten

Heute Morgen zeigte das Regenradar zeigte ein kleines Fenster, im dem es zumindest trocken bleiben sollte. Der Wind war nicht gerade schwach zu nennen – aber immerhin es war fahrbar.

Beim Morgenbriefing lag ein weißer Marker auf dem Tisch und ein Aufgabenblatt mit 2 Aufgaben. Ein Qual der Wahl mit 3 Zielen und ein Fly on, bei dem die Deklaration 1x korrigiert werden durfte. Start vom gemeinsamen Startplatz direkt hinter dem Briefing- Zelt. Die erste Herausforderung war, die Technik, die als wir sie getestet hatten noch funktionierte auch wirklich zu laufen zu bringen. Unser Funk war erst mal tot – es stellte sich nach der Fahrt heraus, das mal wieder die Sicherung durchgebrannt ist. Dank Astrid konnte mit Ihrem Reservefunk das Problem erst mal behoben werden. Die Windsonde wollte heute auch nicht so, wie wir es wollten. Der große Ballon hatte sich auf 500 m verabschiedet – sprich ist geplatzt – und das SMS System hatte auch verweigert, auf dem gemeinsamen Startplatz und bei den Winden auch nur ein kleines Problem, das aber gefixt werden muß. Es hätte auch besser starten können, denn viele Versuche werden wir wohl nicht mehr bekommen.
Die ersten Ergebnisse waren im Team auch durchwachsen. HWZ: Elise 37m, ich 29m, Astrid 59m, Dolly und Siegrid außerhalb der MMA. Mal sehen, was das an Punkten gibt. Das FON läßt sich schwer schätzen den bei 30 km/h war einfach nicht viel zu korrigieren.

15. September 2015

Das Morgenbriefing wurde heute Morgen bereits „vor dem Aufstehen“ um 5 Uhr über das elektronisch Notice Board auf Grund von zu viel Wind abgesagt. Damit hieß es erst einmal umdrehen und ausschlafen.

Den Tag verbrachten wir mit Sight- Seeing. Wir hatten ja auf Grund der gruseligen Wetterprognosen bereits eine kleine Auswahl an Möglichkeiten im Generalbriefing genannt bekommen. Das Abendbriefing fand dann statt – außer einem Fahrtbericht wurde aber zum Glück nicht viel verteilt – der Wind wurde (mal wieder) durch den Regen abgelöst. Dafür gab es ein weiteres Infoblatt mit zusätzlichem Schlechtwetterprogramm und der Option den „Pitch & Putt- Platz“ bei der Absage der Ballonfahrt kostenfrei zu nutzen…. Mal sehen wie es weitergeht. Der Meteorologe sieht für Morgen vor der Warmfront eine kleine Chance auf eine Fahrt – die nächste dann erst wieder Freitagabend. Drücken wir die Daumen, dass die Veranstaltung nicht ohne eine einzige Ballonfahrt zu Ende geht!

14. September 2015

Heute Morgen hätte es eine weitere Trainingsfahrt geben sollen, die fällt nur buchstäblich ins Wasser, bzw. den tiefen Wolken zum Opfer. Selbst Matthijs ist der Meinung, dass man bei dem Wetter auch in Holland nicht Ballon fahren sollte. Damit geht es erst einmal zurück in die Häuschen, duschen, frühstücken, ein wenig ausruhen,….. Nachher wollen wir uns als deutsches Team nochmal zusammensetzen um zu schauen, wie wir die Woche zusammenarbeiten können. Ich hoffe, dass das a) klappt und b) Petrus uns auch läßt, denn nach der aktuellen Wetterprognose gibt es eher ein Sightseeing- Event als einen Ballonwettbewerb.

Um 16.00 Uhr stand dann das Generalbriefing an – mehr oder weniger das Übliche – PZ’s, Naturschutzgebiete, Loggerhandling – in fast rekordverdächtigen 60 Minuten! Allein dass im Generalbriefing die Startnummern erst ausgeteilt und nach dem Generalbriefing das Pfand noch eingesammelt wurde verzögerte fast die Eröffnungsfeier in Orvelte. Orvelte ist ein kleiner Ort mit alten Häuschen – quasi ein heute noch regulär bewohntes Museumsdorf. Wir Piloten wurden mit einer Kutsche hingefahren, während die Teams mit den Autos hinfuhren. Neben einem leckeren Buffet gab es als Rahmenprogramm Feuerschlucker oder besser Feuerspeier, die einen Ballon einmal anders aufstellten – nämlich ohne Brenner und nur durch das Feuer, das sie selbst ausgespuckt hatten. Da die Künstler sich durch die Ballöner wohl angespornt sahen, schafften Sie es wirklich!

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13. September 2015

Wir sind angekommen! Nach vielem hin- und her in der Vorbereitung und mit einem fast komplett neuen Team war es gestern endlich soweit – los ging es gen Witteveen in Holland, dem diesjährigen Austragungsort der Frauen EM. Wir sind alle in einem kleinen, typisch holländischen Ferienpark untergebracht. Dort finden in einem Zelt auch die Briefings statt – der Startplatz ist gleich „über den Graben“. Alles ziemlich kompakt und in Laufrichtung.