Archiv der Kategorie: 2013 – Europameisterschaft in Polen

Heiße Phase der Auswertung

Nach 16 Aufgaben
1 17 Rokas KOSTIUSKEVICIUS LTU 12354 889 321 930 877 992 800 811 924 826 602 953 623 958 432 972 444
2 18 Rimas KOSTIUSKEVICIUS LTU 12180 733 713 754 973 973 549 954 912 901 976 457 580 98 1000 716 891
3 2 Ivan AYALA ALCALDE ESP 12167 576 706 964 532 942 800 895 908 991 952 679 537 824 444 721 696

9 13 Uwe SCHNEIDER GER 11323 959 691 959 639 977 857 942 804 903 602 432 668 534 788 99 469

14 16 Markus PIEPER GER 10839 727 771 764 741 950 757 111 523 981 602 1000 525 626 123 798 840

18 12 Sven GOEHLER GER 10203 652 247 123 755 816 879 370 932 457 895 863 676 605 661 272 1000

30 14 Pascal KREINS GER 9362 185 210 469 658 675 865 988 745 729 602 678 506 469 901 86 596

37 15 Martin WEGNER GER 8521 110 432 62 210 885 766 886 831 815 602 697 420 767 185 643 210

Sven Göhler droht noch eine Strafe wegen grashalmknicken!

Aufgabe 17+18 sind noch nicht ausgewertet
SA

Frühfahrt scheint zu klappen

Stephan hat euch ja schon über die Aufgaben von heute morgen und die Ergebnisse von gestern informiert. Leider war es für das Deutsche Team ein wenig durchwachsen. Markus und ich konnten uns verbessern, leider hat Uwe seine Führung verloren. Drückt uns also die Daumen das wir die 5 Aufgaben heute morgen fahren können und uns der Nebel nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.
Wir fahren jetzt gleich zum Zusatzbriefing in der Nähe des FlyIn Ziels und hoffen dass wir dann ein GO bekommen um die Fahrt zu machen.
DRÜCKT UNS DIE DAUMEN!!
Danke.
Martin

Ergebnisse nach 4 Fahrten

Ergebnisse


5 13 Uwe SCHNEIDER GER 9992 959 691 959 639 977 857 942 804 903 602 432 668 559

9 16 Markus PIEPER GER 9238 727 771 764 741 950 757 111 523 981 602 1000 525 786

23 12 Sven GOEHLER GER 8291 652 247 123 755 816 879 370 932 457 895 863 676 626

30 14 Pascal KREINS GER 7849 185 210 469 658 675 865 988 745 729 602 678 506 539

33 15 Martin WEGNER GER 7514 110 432 62 210 885 766 886 831 815 602 697 432 786

SA

Mittwochabend – seltsame Winde und „macht das beste aus den Aufgaben“

Es war zwar alles nass von dem ergiebigen Regen, wider erwarten aber tatsächlich nicht unmöglich vernünftige Startplätze zu finden. Also stelle Mathijs folgerichtig Aufgaben mit einem individuellen Startplatz. Ein wenig seltsam war es nur, dass die Windprognosen, speziell für die unteren Höhen, sehr unklar und variabel gemeldet waren und es daher im Briefing fraglich war ob und wenn ja wie überhaupt die Aufgaben gefahren werden können. Mathijs lies sich aber auf keine Diskussion zum Tasksetting ein und wünschte uns viel Glück beim lösen der Aufgaben und dass wir das beste draus machen sollten wenn es nicht klappen sollte.

So fuhren die 81 Gespanne also wieder gen Südwesten um einen Startplatz für unsere 4 Aufgaben zu suchen. Zu fahren waren 2 Qual der Wahl Aufgaben (das erste mit 3 Zielen zur Auswahl, das zweite mit zweien), anschließend noch ein vorgegebenes Ziel und als Abschluss (zum Abendessen 🙂 ) eine Pizza auf dem Flugplatz. Also eine Minimum Distance bei der man 2 Marker in 2 gegenüberliegende Sektoren um ein Zielkreuz bringen muss (sieht aus wie eine Pizza mit 4 Stücken). Da der Bodenwind sehr unstet war haben wir drei mal unseren Startplatz versetzt bis wir einigermaßen zufrieden waren. Nachdem Pascal, Sven und Markus gestartet waren haben Uwe und ich noch etwas gewartet, da zu diesem Zeitpunkt der Bodenwind wieder mal nicht passend war. Mit Hilfe der Info von den anderen konnten wir dann aber unsere Anfahrt entsprechend anpassen und kamen ganz vernünftig zu den Zielen hin. Die MDD am Ende war dann ein wenig mit Glück verbunden, weil der Bodenwind wie gesagt immer wieder pendelte und Uwe und ich leider im falschen Moment abgestiegen sind und rechts am Ziel vorbeifuhren, obwohl kurz vorher noch ein Wind deutlich weiter nach rechts am Boden vorhanden war. Da aber nur 17 Piloten beide Marker ins Ziel gebracht haben gab es immerhin noch 602 Punkte für dieses „No Result“. In der Gesamtsicht waren die 5 Deutschen nicht schlecht unterwegs bei dieser Fahrt und konnten wieder ein paar Plätze gut machen, sodasss wir nun zumindest alle in der vorderen Hälfte des Feldes sind.

Leider hat uns der Nebel heute morgen wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir konnten wieder nicht starten. Aber das Drama hat Stephan heute morgen ja schon live und direkt berichtet.

Jetzt hoffen wir einfach mal das wir die 3 verbleibenden Fahrtmöglichkeiten nutzen können und noch viele gute Ergebnisse einfahren. Abgerechnet wird dann am Freitagabend. Und sofern mein Datenpaket nicht zu schnell aufgebraucht ist kann ich euch jetzt auch zeitnah und ausführlich berichten was genau hier so passiert.

Schöne Grüße aus dem kalten Polen,

Martin

Mittwochmorgen – schon wieder Regen

Der Mittwochmorgen begann schon wieder mit Regen und die Fahrt wurde wieder vor dem Briefing per SMS abgesagt. So konnten wir erst mal in den Betten bleiben und ausschlafen. Der Regen hörte dann auch den ganzen Tag über nicht auf und kam auch in ordentlichen Mengen runter, sodass wir uns langsam Sorgen um den Zustand der Start- und Landeflächen machten. Allerdings nimmt der feine Lößboden hier in der Gegend die Feuchtigkeit sehr gut auf und es gibt kaum Matsch oder Schlammlöcher. Trotzdem hat wohl kaum einer geglaubt das wir am Abend eine Fahrt machen könnten, auch wenn eines meiner Teammitglieder der festen Überzeugung war das um 14 Uhr der Regen aufhört.

Komischerweise trat tatsächlich genau das ein und wir machten unsere Ausrüstungen wieder startklar für das Abendbriefing um 16 Uhr.

Wenn ihr euch übrigens fragt was wir mit unserer vielen Freizeit anfangen bei den ganzen Absagen. Schlafen, Essen, lesen und der eine oder andere Geocachen. Viel mehr ist hier leider nicht möglich. Und wenn man mal Sightseeing macht wie die Spanische Mannschaft gestern, dann verpasst man wenn man Pech hat beinahe das Briefing weil man den polnischen Berufsverkehr unterschätzt hat 🙂 (dann lieber unser Freizeitprogramm)

Fahrt 2 – Dienstagabend – Die Aufholjagd beginnt

Als der Nebel sich dann im Laufe des Tages gelichtet hat wurde die Stimmung auch langsam etwas optimister dass es am Abend endlich weitergehen würde. Beim Briefing um 16 Uhr gab es dann einen Teil der Aufgaben vom Morgen, nämlich 2 mal Qual der Wahl mit einem anschließenden Donut. Dieser musste auf einer vorgegebenen Nordkoordinate gewählt werden, d.h. wir konnten ihn links oder rechts (bzw. Ost oder West) verschieben um ihn passend hinter unsere Qual der Wahl Ziele zu positionieren. Da unser Windmessteam hervorragende Arbeit leistet konnten wir uns für eine Strategie entscheiden um mit dem Bodenwind in Richtung Nordwesten zu starten, die 2 Qual der Wahl Ziele zu fahren um dann unten (um Süden) in den Donut einzufahren und dann im Aufstieg mit der Rechtsdrehung im Norden oder sogar Nordosten auszufahren. Als wir einen Startplatz gefunden hatten bin ich dummerweise als erster von diesem Platz aus gestartet was mir überhaupt nicht liegt. Wenigstens haben meine 4 Teamkollegen mit den Informationen von mir das beste aus unserem Startplatz gemacht und das 1. Ziel ganz vernünftig getroffen. Mich hat das erste Ziel neben einer schlechten Ablage auch noch etwas Nomex-Stoff gekostet, aber das ist halt so im Wettkampf 🙁 . Immerhin hab ich das 2. Ziel ganz anständig erwischt und im Donut konnten wir dann unsere Strategie und die perfekten Winddaten hervorragend ausspielen und zwischen 757 und 879 Punkten ein sehr gutes und geschlossenes Mannschaftsergebnis holen.

Die Fahrt hat dann bei allen Lust auf mehr gemacht, v.a. weil Uwe und Markus danach auf Platz 2 und 5 lagen und wir anderen 2 unsere Aufholjagd gestartet hatten 🙂

Wind, Regen und Nebel

Am Montagabend wurde die Fahrt wegen der Annäherung der Regenfront noch vor dem Briefing abgesagt. Der Wind war logischerweise auch noch sehr flott und daher war die Absage auch völlig nachvollziehbar und richtig.

Am Dienstagmorgen trafen wir uns dann optimistisch und voller Tatendrang bei sternenklarem Himmel zum etwas verspäteten Briefing (der Briefinghangar öffnete sich 15 Minuten später als geplant) und bereiteten mit viel Engagement die 5 gestellten Aufgaben vor. Mit einem FlyIn, 2 mal Qual der Wahl, einem Donut und einem FlyOn wäre das sicherlich eine spannende Fahrt geworden. Seltsamerweise hat sich innerhalb von nicht einmal 10 Minuten bis zum Ende des Briefings Nebel gebildet. Trotzdem fuhren alle Teams los um sich auf die Startplatzsuche zu machen. Der Nebel wurde aber auch im vorgesehenen Startgebiet nicht weniger, sondern eher mehr. Unverdrossen haben die 5 Piloten der Deutschen Nationalmannschaft aber weiter an ihrer Strategie für die Fahrt gebastelt, in der Hoffnung dass der Nebel doch noch rechtzeitig verschwinden würde. Gegen 7:45 Uhr kam dann aber doch die Absage per SMS, was die absolut richtige Entscheidung war. Der einzige Ballon der bis dahin gestartet war hat geschlagene 2 Stunden gebraucht um einen einigermaßen vernünftigen Landeplatz zu finden.

Schade, denn wir hätten gerne unsere Aufholjagd gestartet. Das mussten wir dann auf Dienstagabend verschieben.

Fahrt Nummer 1 – So begann der Spaß :-)

Am Montagmorgen um 5:15 Uhr war pünktlich das erste Taskbriefing. Es kündigte sich schon beim Kaffeetrinken auf dem Flugplatz an, dass es ein sehr windiger Morgen werden würde. Denn von der schicken Bodeninversion, die wir an allen vorhergehenden Tagen hatten war schon nicht mehr viel übrig und die Fahnen am Flugplatz hatten schon deutlichen Wind. Dass es darüber sehr schnell sein würde war uns auch bewusst, nur wie schnell es wirklich war hatte wohl keiner so richtig auf dem Schirm.

Das Aufgabensetting war dann auch der Windsituation angepasst, 2 mal Qual der Wahl mit jeweils 2 Zielen zur Auswahl und noch ein Vorgegebenes Ziel hinterher. Gestartet werden sollte vom gemeinsamen Startplatz am Flugplatz, damit die Wettbewerbsleitung noch die Chance gehabt hätte statt der grünen Flagge ein Zusatzbriefing oder eine Absage mitzuteilen. Also fuhren alle sehr flott nach dem Briefing auf die Startpositionen weil wir alle gerne möglichst schnell starten wollten um noch bei möglichst „normalen“ Bodenwinden vernünftig landen zu können. Um kurz nach 6 Uhr kam dann auch tatsächlich erst die gelbe und dann die grüne Flagge und die Ventilatoren von 81 Teilnehmern wurden gestartet. Durch den am Boden schon sehr bockigen und auch flotten Wind waren schon die Aufrüstungen und die Starts spektakulär anzuschauen und bei dem einen oder anderen Piloten gab es bestimmt schon ein ungemütliches Grummeln im Bauch, dass das keine entspannte 1. Fahrt werden wird.

Leider bewahrheitete sich diese Befürchtung, denn wir hatten tatsächlich knapp 200 Meter über Grund eine Geschwindigkeit von etwas unter 60 km/h, verbunden mit einigen unangenehmen Scheerungen dazwischen. Ich persönlich habe in knapp 15 Minuten Fahrzeit etwas über 10 km Luftlinie zurückgelegt, es war also ganz schön schnell :-).

Dementsprechend sind bei mir die Ziele nur so vorbeigerauscht und bevor ich richtig in der Fahrt angekommen war, waren die Ziele alle schon erledigt. Dafür hab ich die Aufgabe „Sicher landen“ perfekt gelöst und konnte mit 8 km/h eine ruhige und stehende Landung hinlegen, wofür mir meine Co-Pilotin sicherlich sehr dankbar war. Leider gab es dafür keine Punkte, schade.

Da schon reichlich und viel im Internet und auf Facebook diskutiert wurde hier noch eine kleine Meinung von meiner Seite dazu. Ja, es waren schwierige Bedingungen. Es war aber zu keiner Zeit außerhalb der Betriebsgrenzen der Ballone (der Bodenwind war wie gesagt flott, aber nicht zu flott und auch die Böen waren völlig im Rahmen). Schließlich konnte einige Piloten sehr gut Markern, was bei Garvity Marker gar nicht so einfach ist. Und alles was bei dieser Fahrt passiert ist, ist auf Pilotenfehler oder Übermotivation zurückzuführen. In der Luft ist jeder selber dafür verantwortlich was er sich und seinem Ballon bei diesen Windverhältnissen zutrauen kann. Ich hab mir etwas weniger zugetraut und hab das mit schlechten Ergebnissen bezahlt. Andere haben sich mehr zugetraut und haben dies mit Bodenberührungen bezahlt. Allerdings war keine Aktion dabei, die man bei schwächeren Windverhältnissen nicht auch schon gesehen hätte. Und der gebrochene Fuß von Nico Betzen (gute Besserung noch mal an dieser Stelle) war definitiv einfach Pech bei der Landung und hätte genauso gut bei jeder anderen Landung auch passieren können.

Daher noch mal meine Bitte an alle „Schlaumeier“ und „Besserwisser“ zuhause. „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ (Johannes 8,7). Ihr wart nicht dabei und könnt es daher wirklich nicht beurteilen wie die Situation vor Ort war. Also lasst bitte die teilweise dämlichen Kommentare, das nervt uns und andere hier vor Ort ganz gewaltig. DANKE.

Nichts desto trotz konnten sich Uwe und Markus schon mal ganz gut im Klassement positionieren und für Sven, Pascal und besonders mich gab es wenigstens eine gute Aussicht auf Verbesserung in den nächsten Fahrten 🙂

Immerhin waren wir alle heil geblieben und die EM hatte begonnen!