Alle Beiträge von Sylvia Meinl

Und wieder eine Fahrt, die abgesagt wurde – oder wie man einen Flaggenmast fast zum Kentern bringt

Heute Abend sollte es an sich wieder gehen – die Fronten sollten durch sein, Wind vielleicht noch ein Problem, aber an sich eine sichere Fahrt. Als wir dann in den Briefingraum gelassen wurden, lagen da 2 Marker und ein Aufgabenblatt mit 4 Aufgaben – ein PDG mit Deklaration in einer Deklaration Box vor Beginn der Startperiode (very old fashioned) 2 x HWZ mit jeweils 3 Zielen und ein Fly on mit Deklaration vor dem zweiten HWZ. Start sollte von einem neuen CLA sein. Die Windprognose sagte in 100 Fuß 13 Knoten, in 800 Fuß 27 Knoten voraus. Bei dem Wind Ziele des HWZ mitten in der Stadt? Spannend, denn um das Fußballfeld hohe Flutlichtanlagen, um den CLA 1 hohe Bäume, das 3 Ziel direkt am Fluß –wahrscheinlich mit den wenigsten Hindernissen, aber kaum Chancen bei den Winden zu erreichen….

Als wir dann auf dem Startplatz standen gab es ein Zusatzbriefing. Ohne Roll- Call war klar, dass es eine Absage der Fahrt geben wird. Geschützt mit unserem optimistischen Windmesser – 8 -10 Knoten, ungeschützer 12- 14 Knoten direkt auf Dachhöhe des Autos. Und richtig, da sich weitere Schauer anbahnten meinte der Meteorologe, dass wir uns von Böen um die 30 Knoten bei der Rückfahrt in Acht nehmen sollten.

Ausklang fand der Abend dann beim Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich auf dem Zimmer…

IMG-20160707-WA0011 IMG-20160707-WA0012

Morgenfahrt ist abgesagt

Die heutige Morgenfahrt wurde ebenfalls abgesagt. Der Meteorologe hatte dies gestern Abend bereits im Briefing angedeutet. Allein der Wettbewerbsleiter wollte es etwas spannender machen. Im Prinzip hat er recht, so jede Option für eine Fahrt offen zu lassen, auch für unsere aktuellen Platzierungen wäre jede Fahrt die nur irgendwie stattfinden könnte gut. Der Zwischenstand ist aus deutscher Sicht nicht besonders befriedigend, Sylvia auf 22, Astrid auf 25, Elise auf 38. Das können wir besser! -> Die Ergebnisse sind seit gestern Abend auch endlich online verfügbar, so dass wir nicht immer am Wettbewerbsbüro vorbei müssen.

Wenn schon keine Ballonfahrten gehen, wenigstens noch ein paar Bilder aus dem Team von Astrid.

IMG-20160706-WA0010IMG-20160706-WA0011

IMG-20160706-WA0013 IMG-20160706-WA0012IMG-20160706-WA0002 IMG-20160706-WA0026 IMG-20160706-WA0022 IMG-20160706-WA0021

Abendfahrt ist abgesagt

Heute Abend lag auf unseren Tischen nur ein Flight- Report Form und ein Wetterblatt. Dies ließ schon erahnen, dass wohl nichts gehen wird. Nach einem weiteren Briefing um 19.45 hatten wir nur drei neue CLAs – wohl nach Canadischer zählweise nämlich JS1, JS2 und JS4 – liegen. Bei den weiteren Wetterbriefing hieß es dann, dass gegen 21.30 Uhr Schauer und Gewitter wieder einsetzen sollen. So hatten wir einen freien Abend, den wir in den Teams auch genossen haben.

IMG-20160706-WA0029

Ballonfahrten zwischen 8pm und 8 am

Die Briefings finden abends um 19.00 Uhr statt und mordens um 4.30 Uhr – mit noch ein „bischen Ballonfahren“ passt da kaum Schaf dazwischen. Daher jetzt der Bericht der gestrigen Abendfahrt und der heutigen Morgenfahrt.

Gestern Abend standen 3 Aufgaben auf dem Blatt – ein PDG, ein JDG und eine Fuchsfahrt mit Anlauf. Der Fuchs sollte am JDG Punkt starten. Mit dem Start auf dem gemeinsamen Startplatz konnte der Wettbewerbsleiter Gary das Feld ganz gut kontrollieren. Um 20.00 Uhr sollte der Start stattfinden – leider haben die Winde zu den Aufgaben nicht gepasst. Der Meteorologe hatte zwar die Linksdrehung versprochen aber sie kam irgendwie nicht. Nach einem Zusatzbriefing, diversen Pie- Balls der Meteo- Leute – vielen Dank für diesen Klasse Service – lies uns Gary dann um 20.30 Uhr doch raus – „die Linksdrehung“ kommt schon! Im Vertrauen auf das Metteam setzen wir unser PDG auch auf die Line zum JDG. Dumme Entscheidung, die Linksdrehung war bei mir zumindest bis zur Landung nicht zu finden. So probierten wir alle drei alle Höhen, wenn mal ein wenig „links“ da war, nur für kurze Zeit, dann ging es wieder weit an den Zielen vorbei. Auch der Fuchs war eher ein Maulwurf, denn ob er die Sicherheitsmindesthöhe bis zur Landung jemals erreicht hat ist schwierig zu beurteilen. Dank Mike, Thomas und Micha wussten wir wenigstens, wo der Fuchs ist und wo er dann diese „Nicht- Ballonfahrt“ beendet hat. Entsprechend sind nun auch die Zwischenergebnisse, die nach der Morgenfahrt aushingen… Sylvia auf 18, Astrid auf 25 und Elise auf 40.

Heute Morgen beim Aufstehen sah das Wetter noch gut aus – wolkenloser Himmel, Windstill. Also flux den Hänger angehängt, ein kurzes Frühstück mit süßen Teilchen. Auf den Tischen lagen 2 Marker und die üblichen Papiere. Mit der Wettervorhersage – Gewitter sind ab 9.00 Uhr zu erwarten, einzelne Schauer oder etwas leichter Regen auch vorher erklärte sich auch, warum nur 2 Aufgaben. Gemeinsamer Start auf in Birstonas, ein HWZ mit 3 Zielen auf dem Flugplatz und ein weiterer Fuchs, der auf dem Flugplatz starten sollte – 10 Minuten nach der grünen Flagge. Eine direkte Navigation zu den HWZ Zielen gab es für mich heute nicht – der Wind ging entweder rechts oder links an den Zielen vorbei – also hatten wir versucht und in Schlangenlinien hinzusteuern, wieder bei recht flotten Winden. Ich hatte bei dem „Spiel“ leider zu weit links vorgehalten, so dass ich von hoch Markern musste um überhaupt noch in die MMA zu kommen, die meisten anderen haben das besser hinbekommen – werde ich leider auch am Ergebnis sehen, da ich bei allem Unglück auch noch zu spät den Logger gedrückt hatte. Der anschließende Fuchs hat sich dieses Mal etwas weiter aus der Deckung gewagt – immerhin war er ab und an zu sehen, so dass man ihn ganz gut anpeilen konnte. Leider musste ich meine Fehler aus dem HWZ noch korrigieren, so dass ich dieses Mal auf der Fuchsanfahrt die Grasnarbe entlang gefahren bin. Dank des großen Feldes vor mir konnte man dennoch ganz gut navigieren. Den Fuchs selbst habe ich dadurch aber nur 1 oder 2 Mal gesehen. Dank Astrid und den Meldungen über Funk – wer sich genau über dem Zielkreuz aufhält konnte ich aber ziemlich gut erahnen, wo ich hinmusste. Mal sehen, wo die 4 Meter Ablage von Astrid und mir einzuordnen sind – die MMA war auf alle Fälle mit Markern übersäht.

Danach hieß es erst mal, den versäumten Schlaf nachzuholen und dann schauen wir mal, was der Nachmittag so bringt – der „versprochene“ Regen ist auf alle Fälle da – Gewitter habe ich entweder verschlafe, oder sie haben uns verschont.

IMG-20160706-WA0000 20160705_194713_3

Nach dem einen Wettbewerb ist vor dem Nächsten

Direkt im Anschluss an die Junioren WM findet in Litauen nun die 3. WM der Frauen statt – keine 40km von Marijampole, dem Veranstaltungsort der Junioren.

Mit drei Deutschen Teams, sind wir am Start. Elise Kloss, Astrid Carl und wir. Dolly Deimling musste leider kurzfristig noch absagen – viele Grüße von Birstonas nach Frankenthal- hoffentlich bist Du das nächste Mal wieder dabei!

Sonntagmorgen ging es für uns los – 1.600 km in 20 Stunden reiner Fahrzeit – oder wenn man die Via Toll Herausforderung in Polen und die kurzen Fahrerwechsel und Pausen mitzählt waren wir nach rund 22 Stunden endlich am Ziel. Müde aber da. Nach weiteren 7 Stunden Wartezeit konnten wir auch unser Quartier beziehen und uns ein wenig ausruhen. Schließlich wollten wir am Abend noch die angebotene Trainingsfahrt mitmachen. Diese fiel allerdings den vielen Gewittern, teilweise mit Hagel und den diversen Schauern zum Opfer, so dass es für uns früh ins Bett ging.

Heute Morgen dann um 4.00 Uhr Morgenkaffee und 4.30 Uhr die letzte Möglichkeit der Trainingsfahrt. Bodenwinde beim Start bei rund 5- 8 kt. oberhalb der flachen Bodeninversion wurden uns 40 kt (nicht km/h) „ versprochen“. Nachdem wir alle zum nahegelegenen Flugplatz gefahren sind haben wir beschlossen, auch wirklich zu starten. Aufgabe war ein Qual der Wahl mit 2 Zielen, wobei die Wahl einfach war, das südliche Ziel war mit den gemessenen Winden nicht erreichbar. Kaum abgehoben ging es auch flott los – kaum den Deckel aus der Grenzschicht gestreckt hatten wir auch schon 25 kt – drunter war und blieb es zum Glück deutlich langsamer. Gut steuerbar durch die Inversion ging es gen Ziel, wobei hier die erste richtige Aufgabe kam: wo ist das Zielkreuz – erst als wir es schon fast unter uns hatten, konnten wir es auch sehen… kurzentschlossen doch noch korrigiert und oh Wunder den Marker auch ins Feld bekommen.

Landegelände gibt es hier ausreichend-  alleine die Verfolger brauchen ihre Zeit, bis sie am Ballon sind. Es gibt nur eine Brücke über die Memel, damit sind lange Fahrtwege zu erwarten. So auch heute. Nach 96 km Fahrtstrecke mit dem Auto für ca. 18 km mit dem Ballon waren wir wieder zurück in Birstonas. Tanken, kurzes Frühstück und die Mittagspause beginnt.

Heute Mittag ist nach der Flaggenparade, feierlicher Eröffnung und Generalbriefing auch noch die erste Wettbewerbsfahrt angesagt. Mal sehen, was dann bei raus kommt und ob das Wetter hält.

19. September 2015 – Dritte und Letzte Fahrt!

Letzter Tag – im Briefing lagen 3 Marker und ein Aufgabenblatt mit 4 Aufgaben. Damit könnten heute nochmal fast so viele Punkte vergeben werden wie in der bisherigen Veranstaltung. Gesetzt waren ein vorgegebenes Ziel, ein Qual der Wahl, ein vorgegebenes Ziel und ein weiterer Donut. Die Wetteraussichten sagten gute Steuerbarkeit und etwas Dunst / Nebel voraus. Als wir uns wieder einmal auf dem allgemeinen Startplatz eingefunden hatten gab ein Feldbriefing mit neueren Wetterinformationen – rund herum hat es noch Schauer und Labilität. Daher wurden die letzten beiden Aufgaben gestrichen – blieben ein vorgegebenes Ziel und ein Qual der Wahl. Eingequetscht zwischen zwei Holländischen Teams hatten wir schon das Problem unseren Ballon nur aufgestellt zu bekommen – obwohl wir als erstes angeblasen hatten. An einen Start aus der Startfessel war dank der „Nachrücker“ neben mir gar nicht wirklich zu denken. Mit vereinten Kräften – auch der beiden Nachbarteams quetschten wir unseren Ballon ins Freie.

Gut steuerbar ging es aufs erste Ziel, das für mich kurz hinter einer höheren Baumreihe lag. Leider zu blöd angefahren, so dass die Ablage zwar dafür nicht schlecht – im Vergleich zu den anderen allerdings „unterirdisch“ war. Dafür hätte ich beinahe noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Marianne Hartmann vom Targetteam dort hatte schon den Stift gespitzt…. Aber Glück gehabt – 3 m über Grund habe ich nochmal die Kurve bekommen. Das Qual der Wahl war ordentlich gestreut – es wären beide Ziele heute Morgen für mich erreichbar gewesen. Ich entschied mich für das nördlichere und Ewa und ich umtanzten uns etwas – irgendwann trennten sich unsere Wege – wir hatten wohl unterschiedliche Taktiken der Zielanfahrt. Mit 5,56 m als Gravity war das dann auch nicht ganz schlecht und brachte etwas über 900 Punkte ein – ich hatte ja auch was von der ersten Aufgabe aufzuholen.

Und wie üblich – nach den Aufgaben der schwierigste Teil- die Wolken kamen immer tiefer – mittlerweile die Untergrenze auf ca. 400 ft – vernünftiges Landegelände finden. Hatte es gestern noch abgetrocknet, ist in der Nacht ein ordentlicher Schauer durchgezogen und damit war alles wieder nass und unter Wasser. Nach einem verpassten Weg bekamen wir eine 2. Chance – ein gepflasterter Weg und fast trocken von unten eingepackt – von oben meinte es Petrus nicht zu gut mit uns und hat es mal wieder tröpfeln lassen.

Resumee:

Alles in allem eine absolut durchwachsene Veranstaltung!

  • Das Wetter war bescheiden und nicht Ballon tauglich – die Niederlande könnten den Beinahmen „Niederschlagslande“ bekommen. Damit konnten nur 3 von 9 Fahrten durchgeführt werden, von denen auch noch 2 windtechnisch auf der Kante waren und die Morgenfahrt heute mal wieder etwas feucht von oben wurde. Vielleicht haben wir den einen oder anderen Abendhüpfer verpasst –  bei der Wind- und Regenlotterie halt mal „verzockt“.
  • Super durch den holländischen Verband organisiert – kurze Wege. Alles von Briefing und Startplatz über Verpflegung in Laufentfernung
  • Als deutsche Damenmannschaft haben wir begonnen zusammenzuarbeiten – Danke an Dolly, Elise, Astrid und Siegrid mit Ihren Teams!
  • Das Ergebnis mit dem 10., 18., 21., 29., 30. Platz ist noch deutlich verbesserungswürdig. Es zeigt sich doch mal wieder, dass 3 Fahrten nicht wirklich aussagekräftig für ein Gesamtergebnis sind. Die Dritte Fahrt heute Morgen hat mit den beiden Aufgaben das Gesamtergebnis nochmals durcheinandergebracht.

Heute Abend ist um 18.30 Uhr noch Siegerehrung mit anschließendem Abendessen und sicherlich einem längeren Abend an der Bar oder gemütlich in unserem Häuschen – und dann ist diese Woche auch schon wieder vorbei…

Bleibt mir noch zu sagen – VIELEN, VIELEN Dank an meine Mannschaft – ihr ward super – es hat riesigen Spaß gemacht und obwohl neu zusammengewürfelt wart ihr ein Klasse- Team! Vor 4 Wochen dachte ich nicht mehr wirklich daran hier antreten zu können, nachdem sich meine Mannschaft um knapp 50% reduziert hatte!

Vielen Dank an Mike, der in der Vorbereitung so manchen Abend hinter dem PC verbracht hat, an Thomas und Sven die eingesprungen sind und die viel mehr waren als einfach nur Ersatz und an Micha, der mal so eben in 2 Regentagen ein Tool in den PC „gezaubert“ hat, das die Windreads zuverlässig per SMS an die anderen deutschen Teams verteilen konnte – nachdem wir unsere Schwierigkeiten mit dem Vorhanden hatten. Ich würde mich freuen, wenn wir mal wieder einen Wettbewerb zusammen machen könnten – in welcher Kombination auch immer!

18. September 2015 – den Startplatz kennen wir jetzt..

Heute Abend standen eigentlich 2 Aufgaben auf dem Programm – ein Rennen zum Wertungsgebiet mit abschätzen der benötigten Zeit – die Aufgabe mit der uns Martin Wegner bereits in Marburg letztes Jahr gequält hat und mal wieder ein Qual der Wahl. Start sollte vom gemeinsamen Startplatz sein. Also haben wir uns alle mal wieder auf dem mittlerweile recht umgegrabenen Startplatz eingefunden.

Das Windmessteam der Wettbewerbsleitung leistete Schwerstarbeit bei Windreads im 15 Minutentakt. Leider ergab jede Messung andere Richtungen und Geschwindigkeiten – je nachdem welche der vielen Wolken drum herum gezogen hat. Nach der zweiten Messung noch ein Zusatzbriefing mit einer komplizierten Flaggenerläuterung (erst gelb – wenn dann weiss gezogen wird, wird die 2. Aufgabe gestrichen oder grün zur Startfreigabe mit beiden Aufgaben – ne Rolle rückwärts: gelb, bzw. gelb / weiß (Streichung der 2. Aufgabe) und grün bzw. schwarz- letzte Einigung und Vorschlag von David Levin: gelb oder weiß und dann normal grün bzw. schwarz) und weiteres Warten…. 18:45 kam dann die schwarze Flagge – Wettbewerbsfahrt gestrichen.

Es wurde zu lange gewartet, um überhaupt auch nur eine Aufgabe fahren zu können. Als wir dann am Häuschen angekommen sind, hat ein Künstler mal wieder die dummen „schwarzen temporären Punkte“ auf die Terrasse gemalt – nicht viele, aber immer wieder neu!

Ausblick für Morgen: NEBEL !!

18. September 2015 – mit fast 50 km/h an den Zielen vorbei

Nach einer klaren Nacht hatte es überall leichte Dunstfelder als wir heute Morgen zum Briefing gelaufen sind. Dort lag ein Marker und ein Aufgabenblatt mit 3 Aufgaben. Ein Selbstgewähltes Ziel, ein Qual der Wahl und ein Donut. Einzig die Winde sind doch nicht ganz langsam. Da wir gestern Abend die Gespanne auf dem gemeinsamen Startplatz hatten stehen lassen – stand dort noch alles eng an eng. Damit hatten Astrid und ich beschlossen, mit 2 Ventis erst meinen Ballon aufzustellen und dann mit den beiden ihren. Das hatte zur Folge, dass ich mit Abstand als erstes gestartet bin.

Nach einer Hochspannungsleitung, die plötzlich aus dem Nichts vor mir aufgetaucht ist ging es mit flotten 35 – 50 km auf die Ziele zu. Das selbstgewählte Ziel verfehlte ich um ca. 90m, zwischen den Qual der Wahl wäre ich mitten durch – also korrigieren und dann war das „Links“ weg – damit 300m Abstand zum Zielkreuz. Das war dann wohl mal gar nix. Somit blieb nur der Donut. So wie ich den ursprünglich deklariert hatte, wäre es auch nichts geworden. Also schnell mal umdeklariert – mit 3 km. Abstand zum Mittelpunkt. Die zweite Deklaration war fast genauso schlecht – also Versuch 3. Der saß dann halbwegs. Allerdings war mitten im Donut dann die Strömung aus 270° einfach weg! Nichts zu machen – in keiner Höhe – das einzige was sich änderte war die Geschwindigkeit –von 20 km/h bis max. 49,5 km/h mit den entsprechenden Scherungen. Gut durchgeschüttelt sollte ich da dennoch eine Strecke von 5,2 km hinbekommen haben.

Nach den Aufgaben ist vor der Landung – und damit eine der schwierigen Aufgaben hier. Nass, nässer, Kanal – zwischendrin Kühe und Mais. Nicht unbedingt ideal. Nach einiger Strecke dann endlich eine Wiese – die kann man sich nicht entgehen lassen (die frischen, nassen Kuhfladen konnte man leider von oben nicht sehen L). Der Bauer wollte uns zwar zuerst nicht auffahren lassen, als wir dann aber Jan vom Ferienpark in Wezuperbrug getroffen haben, konnte er den Bauern überzeugen, dass er uns mit dem Traktor Korb und Hülle aus dem Feld holt. Vielen Dank an Jan und den Bauern! Damit sind wir mit braunen Hosen und viel „Geschmack“ davongekommen! Mal sehen, was das in den Ergebnissen mach….

17. September 2015 – Abendfahrt die nach dem Umgraben des Startplatzes doch noch abgesagt wurde.

Heute Abend sind wir mal wieder im Regen zum Briefing gelaufen. Dort lag bereits ein gelber Marker und ein Flight Report Form. Der Meteorologe versprach uns aber ein Regenende ab ca. 18.00 Uhr. Also kamen Aufgabenblätter mit entweder einem Qual der Wahl mit 4 Zielen oder, falls bis zur gelben Flagge ein Fuchsballon aufgebaut wird eine Fuchsjagt. Zudem wurde das Briefing so lange unterbrochen, bis sich die Wetteränderung wirklich eingestellte.

Dann ging es im Konvoi langsam auf die mittlerweile völlig aufgeweichte Startwiese. Korb an Korb lagen wir dann dort wie die Ölsardinen – ein Traktor stand bereit, um uns wieder vom Platz zu holen!

Als wir unsere Planen ausgelegt hatten um aus einem roten Ballon keinen braunen oder mit dem Moor eher schwarzen zu machen, gab es ein zweites Windreading, das für mich keine wirkliche Besserung zeigte – mittlerweile hatten wir in 150m MSL – also knapp über Leitungshöhe bereits 19,9 Knoten Mittelwind – Tendenz nach oben weiter ansteigend.

Kaum hatten wir den Ballon angehängt und mit Astrid vereinbart, wie wir den wenigen Platz am besten aufteilen, wurden wir zur Zusatzaudienz am Flaggenmast berufen. Es hatten sich rund um Quellwolken aufgetan bei denen nicht klar war, wie sich das weiter entwickelt. Der Wind hatte ja bereits wieder gedreht. So wurde die schließlich doch noch die schwarze Flagge gezogen. Zwiespältig – die einen fanden es schade, dass wir nicht gleich nach dem Regen gestartet sind, ich bin eher froh, dass uns die restliche Schlammschlacht erspart blieb.

Bin mal gespannt, wie es weiter geht- morgen soll es deutlich besser vom Wetter werden.

16. September 2015 – nichts ist so schlecht, dass es nicht doch was Gutes hat…

Nachdem es kurz vor dem Briefing wieder das Schütten angefangen hat – Regnen kann man nicht mehr nur dazu sagen, lag nur ein Zettel dem Hinweis der CTR- Elde auf dem Tisch. Die war nicht korrekt in der Wettbewerbskarte eingetragen und hatte heute Morgen wohl etwas Besuch.

Die Abendfahrt wurde damit mal wieder abgesagt und bleibt genug Zeit, die SMS- Software zu bezähmen, bzw. fertig zu programmieren und zu testen. Wir sind aber guter Hoffnung, dass Micha und Thomas das bis zur nächsten Fahrt gut hinbekommen….

Und die Aussichten für morgen früh ? Eine halbe Absage! :-((

16. September 2015 – die erste Fahrt hat stattgefunden: Distanz: 22km in 55 Minuten

Heute Morgen zeigte das Regenradar zeigte ein kleines Fenster, im dem es zumindest trocken bleiben sollte. Der Wind war nicht gerade schwach zu nennen – aber immerhin es war fahrbar.

Beim Morgenbriefing lag ein weißer Marker auf dem Tisch und ein Aufgabenblatt mit 2 Aufgaben. Ein Qual der Wahl mit 3 Zielen und ein Fly on, bei dem die Deklaration 1x korrigiert werden durfte. Start vom gemeinsamen Startplatz direkt hinter dem Briefing- Zelt. Die erste Herausforderung war, die Technik, die als wir sie getestet hatten noch funktionierte auch wirklich zu laufen zu bringen. Unser Funk war erst mal tot – es stellte sich nach der Fahrt heraus, das mal wieder die Sicherung durchgebrannt ist. Dank Astrid konnte mit Ihrem Reservefunk das Problem erst mal behoben werden. Die Windsonde wollte heute auch nicht so, wie wir es wollten. Der große Ballon hatte sich auf 500 m verabschiedet – sprich ist geplatzt – und das SMS System hatte auch verweigert, auf dem gemeinsamen Startplatz und bei den Winden auch nur ein kleines Problem, das aber gefixt werden muß. Es hätte auch besser starten können, denn viele Versuche werden wir wohl nicht mehr bekommen.
Die ersten Ergebnisse waren im Team auch durchwachsen. HWZ: Elise 37m, ich 29m, Astrid 59m, Dolly und Siegrid außerhalb der MMA. Mal sehen, was das an Punkten gibt. Das FON läßt sich schwer schätzen den bei 30 km/h war einfach nicht viel zu korrigieren.

15. September 2015

Das Morgenbriefing wurde heute Morgen bereits „vor dem Aufstehen“ um 5 Uhr über das elektronisch Notice Board auf Grund von zu viel Wind abgesagt. Damit hieß es erst einmal umdrehen und ausschlafen.

Den Tag verbrachten wir mit Sight- Seeing. Wir hatten ja auf Grund der gruseligen Wetterprognosen bereits eine kleine Auswahl an Möglichkeiten im Generalbriefing genannt bekommen. Das Abendbriefing fand dann statt – außer einem Fahrtbericht wurde aber zum Glück nicht viel verteilt – der Wind wurde (mal wieder) durch den Regen abgelöst. Dafür gab es ein weiteres Infoblatt mit zusätzlichem Schlechtwetterprogramm und der Option den „Pitch & Putt- Platz“ bei der Absage der Ballonfahrt kostenfrei zu nutzen…. Mal sehen wie es weitergeht. Der Meteorologe sieht für Morgen vor der Warmfront eine kleine Chance auf eine Fahrt – die nächste dann erst wieder Freitagabend. Drücken wir die Daumen, dass die Veranstaltung nicht ohne eine einzige Ballonfahrt zu Ende geht!