Faht 3 – eine fast normale Fahrt mit einem bellenden Ballon

Der gestrige Blog fiel irgendwie ins Wasser… nicht ganz wörtlich genommen – aber meine Bronchitits hat dafür gesorgt, dass ich die Zeiten zwischen den Briefings und Ballonfahrten im Bett verbracht hatte, um irgendwie den Tag zu überleben

Die Morgenfahrt bestand aus 3 Aufgaben – den unvermeidlichen Qual der Wahl (2 Stück) und oh Wunder, endlich kam auch mal der FAI- Logger zum Deklarieren zum Einsatz ein Fly on. Mit meiner Ablage beim ersten Qual der Wahl von rund 4 Metern landete ich auf Platz 17, von den 50 am zweiten gar nicht zu reden – also wieder nix, mit dem ausbügeln der letzten vergeigten Farht. Beim Fly on dann drückte ich den Knopf zu spät, so dass aus 30 m 120 wurden, was Punktemäßig auch nicht mehr viel war. Abgehakt !

Beim Briefing für die Abendfahrt fanden wir einen Marker auf unseren Tischen liegen – wieder der rosa, der sich anfühlt und aussieht wie aus Unterwäschestoff gemacht – entsprechend lässt er sich auch werfen. Geplant für die Abendfahrt war dann ein Selbst gewähltes Ziel und ein Qual der Wahl. Draußen zogen die Wolken auf und polnisches wie deutsches Radar zeigten an, dass es wohl regnen würde – aber unser Wettbewerbsleiter ließ uns trotzdem auf den Startplatz östlich des großen Waldes von Leszno fahren („falls es regnet, müssen wir so ja nicht über den großen Wald und die Stadt“ war der O- Ton dazu). Also zogen 39 Teams los um auf dem Gelände etwas zu finden – an sich kein Problem, das Gelände ist ja groß genug – aber irgendwie meinen einige doch, dass wir mit Modellballonen unterwegs sind, und dass anderes genauso kuschelig wie sie selbst mögen. Auf dem Platz dann ein Zusatzbriefing, insbesondere zu den aufziehenden Schauern – die Meteorologin betonte nochmal, dass wenn es regnet, es durchaus kräftig sein könnte, aber es gäbe von jetzt an ein Loch von ca. 60 Minuten bis der Regen dann tatsächlich kommt. Mathijs beendete kurzerhand das Briefing und kündigte an, dass er in 7 Minuten „grün ziehen“ will – das hieß, schnell noch ein Windreading machen, der Wind drehte ja andauernd am Boden, ein Ziel für das PDG auswählen und den Ballon aufrüsten, denn irgendwie hatten die meisten nicht daran geglaubt, dass wir fahren! Ich hatte gerade das Ziel im Logger, als man am Hupen von Autos hören konnte, dass sich die Farbe der Flagge am Flaggenmast geändert hat – puh nochmal Glück gehabt – aber es war nicht gelb sondern schwarz- er hatte wohl doch noch ein einsehen, dass das so zu sehr Lotterie werden würde.

Also alles wieder schnell verpackt und für mich hieß es ab ins Bettchen, die Bronchitis weiter bekämpfen (aber leider habe ich so gut wie nicht geschlafen).