Fahrt 4 – I’m flying in the rain – und im Nachhinein doch wieder keine Fahrt

Heute Morgen sind die Lebensgeister irgendwie im Bett geblieben – die dritte Nacht hintereinander fast ohne Schlaf – und mein Team leidet mit (Danke für Eure riesige Unterstützung und guten Nerven). Bei Briefing fanden wir dann einen vollgepackten Aufgabenzettel – eine Pizza zum Frühstück, 2 Qual der Wahl, einen Donut als Hauptgang und zum Abschluß noch ein Fly on. Die Windmessungen des Metteams und die Prognosen ließen schon auf eine größere Winddrehung schließen, aber das könnte man ja vielleicht beim Donut gut ausnutzen und etwas mehr von dem Teil abbekommen. Von Regen hat aber keiner gesprochen! Nach dem Briefing ging das Gesuche nach einem Startplatz voll los. Wir waren uns schnell einig, dass wir, bezogen auf den Flugplatz uns etwas in 260 – 270 Grad suchen mußten. Das große Problem nur – dort war die Stadt! Also Straßen nach Grünflächen, größeren Parkplätzen oder Brachgeländen absuchen, um irgendwas zu bekommen. Einfach war es nicht. Als wir dann den Korb aus dem Anhänger zogen fing es an zu tröpfeln. Das hatte keiner von uns auf der Rechnung. Schnell die Handys gecheckt, ob die Fahrt vielleicht abgesagt ist, das andere deutsche Team um Astrid Carl gefragt, keiner hatte die heiß ersehnte SMS – also dann auf in den Regen und ran an die Aufgaben. Den ersten Marker der Pizza konnte ich ganz schön platzieren, aber da ich nicht mehr schnell genug runter gekommen bin, hat es mich nach rechts versetzt und der 2. Marker fand sich in der falschen Hälfte wieder, das erste Qual der Wahl war einmal mehr ein Klassiker – mitten zwischen 2 Zielen durch – das rechts ging nicht rechts genug, und das links nicht links genug von der Pizza – also schnell abhaken und an das 2. Qual der Wahl gemacht. Diesmal konnte ich es besser umsetzen und nagelte meinen Marker auf das Kreuz – wären 1,97m gewesen. Schnell (denn es wurde auch immer zügiger) den richtigen der vorher vorbereiteten Donut ausgewählt und deklariert und weiter gings. Zwischenzeitlich hätte ich für meinen Laptop einen Scheibenwischer benötigt – der Regen kam zwischen Scoup und Ballon durchgetropft, aber es gab immer noch keine Absage der Fahrt. Wenn der Herr Wettbewerbsleiter meint, nass sind wir eh, dann schaukeln wir den Ballon halt bis zum Ende durch. Mit 3,2km im Donut nicht das optimale erwischt, aber vom erhofften Südwind war nicht mehr viel übrig. Nach dem Donut erst mal kurz durchatmen, Ballon in ausgeglichenen Zustand bringen und ein weiteres Ziel deklarieren. Das erste war nix – der Wind drehte immer weiter nach links, also 2. Versuch der dann auch „nur“ mit ca. 100m abgeschlossen wurde. Jetzt km die spannende Aufgabe, möglichst vor dem Kartenende noch ein Landeglände zu finden. Orte, Leitungen Wald – prächtig hier oben, aber neben einem Maisfeld eine kleine Brache, die sollte reichen – grün mit einem Wiesenweg zum direkt anfahren. Das war meine. Kurz nach der Landung kam auch schon ein Bauer angefahren und wollte wissen, ob alles ok. sei! Erst als ich um meinen Korb herumgelaufen bin und wohl keine Blessuren hatte, hat er sich wieder auf den Heimweg gemacht – sah wohl spektakulär aus die Landung – aber außer einer nassen Hülle – es hat wirklich vom Start bis wir wieder zurück am Hotel waren geregnet bis geschüttet ist alles mal wieder gut gegangen.

Zurück am Hotel hieß es für mich – ab ins Bett – schlafen und aufwärmen, mein Team stand eher auf Frühstück. So verschlief ich den Empfang beim Bürgermeister – sorry Herr Bürgermeister, war nicht so gemeint und musste nachher erfahren, dass die ganze Mühe und der Dreck umsonst waren – die Fahrt wurde im Nachhinein gecancelt – außer Spesen nichts gewesen – und wieder keine Verbesserung in der Platzierung.

Ein Gedanke zu „Fahrt 4 – I’m flying in the rain – und im Nachhinein doch wieder keine Fahrt“

  1. Ja Sylvia – weder die heiß ersehnte SMS noch ein Funkspruch – Fahrt nicht abgesagt und nicht abgebrochen. Das ganze Feld im Regen fahren lassen. Wer zum Schluss Glück hatte, hat eine Wiese zum landen gefunden, wer keins hatte nu ja. Tut mir leid Herr Bürgermeister aber wir waren mit Reinigungs- und Trockenarbeiten so beschäftigt, dass wir den Empfang haben auch saußen lassen müssen. Ganze 3 Stunden lang das Top des Ballons gereinigt und ihn dann kalt angeblasen damit er einigermaßen trocken wurde. Das kann alles nicht wahr sein. So macht Ballonfahren und Wettbewerbsfahrten im speziellen keine Freude.

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