Auf dem Heimweg – Fazit vom Team Wegner

Hallo zusammen,

nachdem auch wir als letztes Team Wloclawek verlassen haben und heute morgen um 7 Uhr die Heimreise angetreten haben und ich mittlerweile kurz hinter Berlin den Fahrersitz verlassen habe kann ich mich noch mal kurz den fleißigen Bloglesern widmen und auch von uns ein kleines Fazit ziehen.

8 Spannende, anspruchsvolle und irgendwie auch anstrengende Tage sind zu Ende. Es hat wieder viel Spaß gemacht die ganzen Bekannten Gesichter zu sehen und wir hatten auch reichlich Zeit für gute Gespräche. Leider muss man ja fast sagen, schließlich wären wir lieber Ballon gefahren. Die Hälfte der Fahrten hat geklappt, wobei es eben nur 3 Abendfahrten (die tendenziell immer weniger Aufgaben haben), eine etwas seltsame Morgenfahrt am Montag und nur eine „normale“ Morgenfahrt mit knapp 2 Stunden Fahrzeit und endlich mal 5 Aufgaben am letzten Tag. Zumindest wir im Team Wegner waren erst nach Donnerstagabend/Freitagfrüh im Rythmus angekommen. Andere Teams kamen mit den ständigen Unterbrechungen wesentlich besser klar, wie man am Endergebnis ja auch unschwer erkennen konnte.

Mathijs hatte für uns einen bunten Strauß an Aufgaben parat, wobei wir, wie Sven schon geschrieben hatte, mit den Gravity Markern nicht so gut zurecht kamen wie andere Piloten. Ich denke das sollte ich nächstes Jahr mal ein wenig üben und mich nicht immer auf meine Werf- und Schleuderkünste verlassen 🙂

Etwas schade war es für die gesamte Deutsche Mannschaft, dass wir trotz intensiver Bemühungen im Vorfeld es nicht geschafft haben alle im selben Quartier untergebracht zu werden. Das tut mir persönlich auch sehr leid und ich hoffe dass die Teams Kreins und Göhler, die dann freiwillig die Hotelvariante vorgezogen haben, das nicht als zu negativ empfunden haben.

Die Zusammenarbeit empfand ich auch wieder als hervorragend, auch wenn Pascal und Markus nicht mit unseren Trackern fuhren. Schließlich kann man sich ja auch ganz Old-School per Funk helfen. Insgesamt war das Teamwork wirklich super und vom Jungpiloten bis hin zum Alten Hasen hat jeder fleißig mitdiskutiert und Input für die taktischen Entscheidungen geliefert. Ich denke das haben wir ganz gut gelöst und wenn man sich unser Mannschaftsergebnis anschaut können wir wirklich sehr zufrieden sein. Einzig die Schweizer haben noch eine bessere Teamleistung abgeliefert. Mit 5 Piloten zwischen Platz 8 und Platz 32 kann sich das schon sehen lassen und wir haben einige gute Leute hinter uns gelassen.

Pascals Leistung muss man wirklich sehr hoch ansetzen, da es schließlich seine erste EM war und zumindest ich vor 4 Jahren in Frankreich erst mal von der Masse der Ballone so beeindruckt war, das ich fast das Ballonfahren vergessen hätte. Hut ab, hier hat er sich wirklich hervorragend geschlagen und das ganze Training und die Zeit die er dieses Jahr investiert hat haben sich aus meiner Sicht gelohnt (ich hoffe mal er sieht es genauso). Wenn er so weiter macht wird er zu einem festen Mitglied in der Mannschaft. An dieser Stelle noch mal ganz herzlichen Glückwunsch zu Platz 27.

Markus hat sicherlich einige in dieser Saison überrascht, da er sich im letzten Jahr relativ rausgehalten hat, dafür aber in diesem Jahr ein gutes Ergebnis nach dem nächsten abgeliefert hat. Ich denke der 11. Platz zeigt das er es nicht verlernt hat und ich gratuliere ihm ganz herzlich dazu. Danke vor allem für die Bereicherung im Team, mit dir und deiner Crew hatten wir richtig Spaß und ihr wart ein Garant für Gute Laune.

Danke Uwe haben wir Gott sei Dank immer eine sichere Bank für die Top 10, da kann passieren was will. Es ist einfach beeindruckend mit welcher Konstanz er seit Jahren Ballon fährt. Das es am Ende nicht zu einer besseren Platzierung gereicht hat ist schade, im vorderen Bereich des Feldes ist es aber mittlerweile einfach so eng, dass jeder kleine Fehler bestraft wird. Schließlich waren sowohl er als auch Stefan Zeberli zwischendurch mal auf Platz 1, am Ende aber trotzdem nicht mal auf dem Treppchen. Trotzdem denke ich das er nicht unzufrieden sein wird und vielleicht ist er ja als unser „Dienstältester“ ein wenig Stolz auf diese Deutsche Mannschaft.

Sven und ich waren diesmal ein wenig vom Pech verfolgt. Ich denke wir hatten uns beide mehr erhofft von dieser EM und irgendwie hab ich für mich noch nicht so ganz analysiert wo ich die vielen Punkte hab liegen lassen. War es der neue Ballon? Das mangelnde Training? An meiner Mannschaft hat es auf jeden Fall nicht gelegen, da kann ich mich Sven nur anschließen. Danke an Thorsten und Katrin, ihr habt wieder einen tollen Job gemacht und mit unserem Nachwuchscrewmitglied Markus haben wir eine tolle Zeit gehabt. Hoffen wir mal das Bastian nicht so schnell in die Nationalmannschaft kommt, dann kann ich mir Markus vielleicht noch das eine oder andere mal ausleihen 🙂 Nach Platz 54 vor 4 Jahren in Frankreich und Platz 22 vor 2 Jahren in Spanien kann ich mit Platz 32 nicht zufrieden sein, ebenso wenig wie Sven mit Platz 26. Aber immerhin gehört Sven fest zum vorderen Drittel und ich denke ich hab mich auch in der vorderen Hälfte etabliert. Jetzt heißt es einfach arbeiten und beim nächsten mal noch ein wenig besser vorbereitet in die Meisterschaft starten, dann klappt es wieder mit einer besseren Platzierung.

Unser Windmessteam will ich nicht vergessen, schließlich war es das erste mal dass sie in dieser Kombination zusammengearbeitet haben. Das hat super geklappt hat und zumindest an den Daten hat man gar nicht gemerkt das da ein neues Team am Windreader steht. Hoffentlich hat es euch genauso gut gefallen und ihr hattet eine schöne Woche mit uns.

Abschließend möchte ich mich noch mal bei allen Bloglesern da draußen für eure Unterstützung, eure aufmunternden Kommentare und einfach euer mitfiebern bedanken. Es tut gut zu wissen dass es Ballonfahrer, Freunde, Familie und Bekannte gibt die sich genauso für unseren Sport begeistern können und wenn schon nicht live dann wenigstens auf die Ferne, anhand der Berichterstattung die wir versuchen zu stemmen, anteil nehmen. Das gelingt nicht immer zeitnah und  direkt, trotzdem hoffe ich das ihr unsere Gemütszustände und Erlebnisse ganz gut nachvollziehen konntet.

Ich denke das war es für dieses Jahr. Allen Ballonfahrern wünsche ich noch einen guten Jahresausklang mit ein paar schönen Herbstfahrten und allen anderen eine Gute Zeit und bis nächstes Jahr.

Martin

 

 

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