Fahrt 2

Am Montagmorgen ging es dann „richtig“ los. Wir waren alle hochmotiviert die Anfangsfehler wett zu machen und das Feld von hinten aufzurollen. David stellte uns für Fahrt Nummer 2 eine 4-fach Aufgabe. Der erste Schreck war gleich die Launch Area, „Pilots Choice“! Nach unseren Erfahrungen der Trainingsfahrt machten wir uns schon auf schlimmes gefasst, denn es ist extrem schwierig Startplätze zu finden. In Frage kommen eigentlich nur die schönen Rasenstücke rund um die Häuser, d.h. man muss immer erst den Hausbesitzer rausklingeln bzw. klopfen und dann fragen ob man dort starten darf. Das schlimme ist nur, das sofort ein Herdentrieb einsetzt, sobald einer die Erlaubnis hat. So bin ich auch im Vorgarten einer älteren Dame gestartet, gemeinsam mit wohl 20 oder 25 anderen Ballonen!! Crazy!

Der Startplatz erwies sich aber als goldrichtig und man konnte das GBM richtig gut anfahren. Leider hielt ich etwas zu weit rechts an, sodass ich mit 35 Metern nur auf etwas unter 500 Punkte kam. Man muss aber dazu sagen dass die Bodenschichten wirklich immer sehr tricky sind und v.a. die Leistungsdichte in der Weltspitze mittlerweile einfach ganz ganz eng geworden ist. Spannend war dann das Qual der Wahl. Eines lag südwestlich, das andere südöstlich vom GBM. Die Zwischenschicht in Richtung Westen war zwar von der Richtung her schön, allerdings hab ich irgendwann gemerkt dass sie nur 3 km/h schnell war (viel mir vorher gar nicht auf weil ich mit anderen Dingen beschäftigt war). Da es weiter oben eine tolle und auch zügige Schicht nach Osten gab entschied ich mich wie einige andere auch aufzusteigen und auf das östliche Ziel umzuschwenken. Durch diese späte Entscheidung musste ich leider ziemlich hoch anfahren und konnte beim „Absturz“ aus 7000 Fuß nicht mehr wirklich steuern wo ich rauskam. Dummerweise war es rund 150 Meter links vom Ziel. Pech gehabt. Immerhin konnte man danach die beiden FlyOns gut anfahren, wobei ich auch hier das erste rechts von mir liegen lassen musste. Beim zweiten aber hat es endlich funktioniert und mit genau 2,50 Metern war ich endlich da angekommen wo ich hinwollte!! Auch bei den anderen deutschen Piloten lief diese Fahrt deutlich besser als Nummer 1 am Sonntagmorgen und so war die Stimmung schon ein wenig gehoben.

Ich hoffe Ihr könnt auf dem Screenshot von meinem Track erkennen was für tolle Hacken man schlagen konnte. Allerdings war die Steuerung am Boden sehr schwierig, d.h. man musste wirklich sehr genau oben „vorhalten“ und im richtigen Moment absteigen um die Ziele zu treffen.