Und weiter gehts, Fahrt Nr. 2

So, nachdem ich mittlerweile wieder zuhause bin möchte ich euch trotzdem gerne schildern was nach unserer Regenpause in Puch noch so alles passiert ist.

Pünktlich zum Briefing für die zweite Fahrt am Freitagabend fing es wieder leicht das regnen an, nachdem es vorher den ganzen Tag trocken war. Einige hatten den Vormittag zum trocknen der doch teilweise sehr nassen Hüllen genutzt, was nicht die dümmste Freizeitbeschäftigung war, wie sich für mich noch zeigen sollte. Laut Wetterfrosch sollte der Regen aber in der nächsten Stunde aufhören und dann einer schönen Abendfahrt nichts mehr im Wege stehen. Als Aufgaben hatten wir dann ein FlyIn, ein Qual der Wahl sowie eine Fuchsfahrt mit Anlauf gestellt bekommen.

MaBo, Uwe und ich entschieden uns für einen sehr nahen Start am Zielkreuz, weil wir den Windvorhersagen nicht so sehr vertrauten und daher keine weite Anfahrt risikieren wollten. Wir fanden dann tatsächlich ein kleines Fleckchen im Tal kurz vor dem Waldrand, ca. 700 Meter vom CLP entfernt. Leider war die Wertungszeit von Claude auf 20 Uhr begrenzt worden (so richtig verstanden warum hat das allerdings keiner), und so war uns klar das wir schnell rausmüssen um bei den langsamen Winden überhaupt alle Aufgaben schaffen zu können. Leider war die Startplatzwahl nicht wirklich optimal und für mich kam erschwerend hinzu dass aufgrund der nassen Hülle die Kletties vom Parachute nicht halten wollten und zu allem übel meine EDV nicht funktionierte. Und so kam ich erst kurz vor Ende der Startperiode in die Luft und musste dem Feld hinterherfahren. Hätte ich gleich beim Start gemarkert wäre meine Ablage sogar besser gewesen wie nach meinem verzweifelten Versuch mit einem schnellen Auf- und Abstieg meine Position zum CLP noch zu verbessern. Echt dämlich. Und Zeit hat es auch noch gekostet. Also hab ich gleich mal das Qual der Wahl bleiben lassen und mich verzweifelt auf die Verfolgung vom Fuchs gemacht, wo ich dann auch um 19:58:30 Uhr zum markern ankam. Leider mit 120 Metern auch nicht wirklich gut, und so war die zweite Fahrt aus meiner Sicht absolut grausam. Der einzige Lichtblick bei dieser Fahrt war, dass zum Ende der Fahrt doch noch die Sonne rauskam. Aber an meinen beiden Fahnen an der Topleine (Smile und Frankenfahne) kann man ganz gut meine Gemütslage ablesen. Gott sei Dank konnten wenigstens die anderen deutschen Teams dank besserer Startplatzwahl und cleverer Fahrteinteilung noch ganz ordentlich Punkte einsammeln. Bei meiner Mannschaft hieß es dann Frust bekämpfen und Wunden lecken um Kraft zu sammeln für Fahrt Nummer 3 am Samstagmorgen. Das konnten wir dann wenigstens noch mit einem schönen Ereignis tun indem ich meinen einen Verfolger 1 Jahr nach seiner ersten Ballonfahrt endlich feierlich getauft habe und er somit nicht mehr als namenloser Ballonadliger durch die Gegend laufen muss.