letzte Fahrt und Siegerehrung

Am Sonntagmorgen war die letzte Fahrt angesetzt und so trafen wir uns wie immer um 4:15 Uhr zum Briefing. Auf dem Tisch lag leider (aus meiner Sicht) nur 1 Marker für ein FlyIn und eine Dreiecksfläche als abschließende Aufgabe. Allerdings sollte ja auch um 11:30 Uhr die Siegerehrung sein und so konnte man keine 4- oder 5-fach Aufgabe erwarten, denn schließlich musste das ganze ja auch noch ausgewertet und gescort werden. Leider verzögerte sich der Aufbruch dann ein wenig da angeblich an ein paar Wetterstationen Regen gemeldet worden war. Richtig verifizieren lies sich das aber nicht, sodass wir dann endlich um 5:25 Uhr aufbrechen konnten. Dummerweise kam der Regen dann am Ende der Fahrt was natürlich extrem ärgerlich war. Für das FlyIn waren die unberechenbaren steirischen Winde natürlich wieder schwierig einzuschätzen und so fuhr ein ganzer Pulk des Teilnehmerfeldes, die von der wohl größten Einzelwiese der ganzen Steiermark gestartet sind (das waren etwa 20 Ballone und es war noch eine Menge Platz) knapp an den beiden FlyIn Zielen vorbei bevor sich die Piloten an die Dreiecksfläche machten. Interessant waren dann wieder die unterschiedlichen Strategien die versucht wurden, aber aus irgendeinem Grund haben wir Deutschen das Prinzip der Dreiecksfläche wohl deutlich besser verstanden wie unsere Österreichischen Freunde. Und so war es eine fast rundum gelungene letzte Fahrt bei einer anspruchsvollen und hoch interessanten Österreichischen Staatsmeisterschaft.

Es wurde insgesamt sehr fair gekämpft und es war immer untereinander ein sehr freundschaftliches Miteinander. Nicht nur unter den deutschen Teams sondern ebenso mit den Österreichern, Schweizern und Luxemburgern. Danke für diesen tollen Wettkampf!

Das am Ende für mich der 5. Platz raussprang finde ich gigantisch, vor allem wenn man bedenkt wie die ersten beiden Fahrten gelaufen sind. Insgesamt können wir als Nationalmannschaft mit den Plätzen 2 (Uwe Schneider), 4 (Markus Strauf) und 5 (von mir) sehr zufrieden sein. Auch Matthias als Nachrücker für die Europameisterschaft im Herbst in Spanien hat sich hervorragend präsentiert und super in der Mannschaft mitgearbeitet und wurde am Ende mit einem hervorragenden 9. Platz belohnt. Aber auch alle anderen deutschen Mannschaften haben hervorragend gekämpft und super Platzierungen erreicht, vor allem unsere beiden „Youngster“ in der Wettkampfszene Pascal Kreins und Tobi Anzeneder. Wir sind dankbar für jeden Piloten der das Engagement auf sich nimmt und Interesse und Begeisterung am Wettkampfsport zeigt. Ich hoffe wir konnten allen ein wenig Hilfestellung und Erfahrungen weitergeben.

Damit verabschiede ich mich erst mal von der Nationalmannschaftsberichterstattung bis zum nächsten großen Event, der World Balloon Trophy in Luxemburg vom 27. bis 31. Juli.

Bis dann,

euer Martin.