Rangliste HLB Stand 28.09.2014

Vor kurzem Stand hier die aktuelle RL mit Datum 23.09 inkl. der Niederbayer. Heißluftballonwettfahrt. Deren Ergebnis hat mich schneller erreicht als die Nachricht, dass im Generalbriefing entschieden wurde, diese Wettfahrt nicht der RL zu melden. Macht nichts: Hier die neue RL zum download und die Top 20 als screenshot ohne die Niederbayer. Heißluftballonwettfahrt, aber dafür mit dem BergCup.

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Fahrt 6 – die Fahrt die es nicht mehr gab

Heute Morgen lag nur ein Flight report form auf dem Tisch, als wir in den Briefingraum durften. Gestern Abend wurde bereits Nebel avisiert. Den hatten wir dann auch. Nach einem verschobenen Briefing und einem begonnenen Event – Debriefing (und dann vertagt auf 11.00 Uhr) warteten wir bis 7.10 Uhr. Dann gab es endlich die Wetterblätter. Mit alten Windmessungen (von 3:20 Uhr morgens) und Prognosen, die so sicher nicht auftreten. Mit einem Tasksheet, auf dem ein Fly in und wohl unvermeidliches Qual der Wahl stand. Allerdings ohne Koordinaten. Also war noch ein weiteres Briefing auf dem Flugplatz zu erwarten. So war es dann auch. Dort standen wir uns ca. 2 Stunden die Beine in den Bauch und beobachteten wie der Tower immer wieder auftauchte und genauso oft wieder verschwand. Andere hatten als Maßstab die Flieger, die entlang der Hangars standen… aber besser wurde es nicht – und dann kam die rosa Flagge – und damit die Ansage, dass die heutige Morgenfahrt nicht mehr stattfinden wird und dass, die Veranstaltung damit beendet ist.

Gratulation an Nicola (Australien) Elisabeth (Österreich) und Agne (Litauen) die ersten Drei der Veranstaltung.

So wie es aussieht ist das Deutsche Ergebnis auch nicht zu verachten: Dolly auf dem 4. Platz, Elise auf dem 5., ich auf 12, Astrid auf 21, und Karin auf 38.

Fahrt 5 – Ausflug nach Dolsk

Die heutige Abendfahrt war beim Sponsor in Dolsk geplant. Ursprünglich sollte der Ausflug ja bereits Donnerstag Abend stattfinden, nachdem es aber wohl bei den Veranstaltungen in den vergangenen Jahren nur Party aber keine Fahrt gab, hatte man es auf einen eher fahrbaren Tag verlegt.

Dort angekommen warteten wir erst mal eine ganze Zeit vor dem Briefingzelt, bis wir endlich reindurften. Dort fanden wir dann 2 Marker vor – und zwei Aufgaben – ein Fly in und eine Fuchsfahrt mit Anlauf. Dort bestrich mich wieder die Ahnung, dass wenn Mathijs den Fuchs (mit-)fährt, wird es sicher wieder irgendwie komisch. Das Fly in haben wir auch gut gelöst (0,86cm)  – der 2. Tausender in der Veranstaltung, aber bei der Fuchsfahrt hatte ich nicht damit gerechnet, dass der Pilot alle schönen großen Flächen verachtet und dann über einem Maisfeld rumspielt, bis ich ihn fast überholt habe – entsprechend mies war mein Ergebnis, da ich nicht wusste, wann der Ballon endlich doch mal auf der Wiese landet. Mit 179m Distanz – klassisch am Ziel vorbeigefahren – entsprechend wenige Punkte gab es dann auch dafür.

Als weiteren Task hatte ich noch, einen ordentlichen und schnellen Landeplatz zu finden, damit wir möglichst schnell zurückkommen. Schließlich gab es in Dolsk noch ein BBQ. Und das Futter zog unheimlich….am Boden wurde ich quasi schon in Empfang genommen – ratz fatz war verpackt und los gings zurück nach Dolsk. Die Gerüchte hatten wirklich nicht zu viel versprochen – das Essen war wirklich lecker und vielseitig. Einzig wir mussten noch eine ¾ Stunde nach Leszno zurückfahren…

Fahrt 4 – doch eine Fahrt

Beim Nachmittagsbriefing hat es immer noch geregnet – aber komischerweise waren dieses Mal keine Marker auf dem Tisch. Warum nur, heute Morgen hat da auch niemand Rücksicht darauf genommen….

Dafür gab es mächtig Stimmung gegen die im Nachhinein gecancelte Fahrt. Blöderweise hatte sich Mathijs auf eine Regel bezogen, die er hatte nicht mehr anwenden können, da die ersten Ergebnisse bereits veröffentlich waren (Regel 8.2.2). Kurze Abstimmung mit Mary- Ann aus Kanada, was „published“ bedeutet und meine erste Beschwerde war schnell formuliert und noch vor dem Briefing an die Wettbewerbsleitung übergeben. Im Briefing habe ich dann gehört, dass ich „nur“ die zweite war, die sich beschwert hat – Elisabeth hatte bereits eine abschlägige Antwort erhalten (dafür schon den Protest vorbereitet), es sollten noch einige (ich glaube ca. 15) folgen. Im Briefing selbst die Rechtfertigung, warum wir den Abend davor nicht gefahren sind und den Vormittag dann schon – aber alles richtig plausibel war es nicht. Im Gegenteil Mathijs redete sich mal wieder um Kopf und Kragen – abschließend war seine Begründung: „da einigen Piloten der Laptop auf Grund des Regens ausgefallen war, konnten sie nicht mehr sicher Ballon fahren“… Heute Morgen dann die Ergebnisse der gestrigen Morgenfahrt – der Protest ging durch und wir haben doch noch Punkte für die nasse Fahrt erhalten. Es reicht zwar noch nicht für mein Minimal- Ziel unter den besten 10 – aber mit aktuell Platz 11 ist der Anfang in die richtige Richtung gemacht. Ich hoffe noch auf 2 weitere Fahrten.

Das Briefing für heute Morgen wurde per SMS abgesagt – Wolkenuntergrenzen bei ca. 500 ft ist selbst für Leszno etwas niedrig zum Ballonfahren. Wir kennen jetzt zwar so ungefähr den Standort der Windrädern, die Leitungen sind auf der Karte ganz gut drin – aber in der Nebelsuppe „rumgurken“ ist nicht unbedingt „Vergrnügungssteuerpflichtig“. So hoffen wir weiter auf die Abendfahrt heute Abend. Sie soll in Dolsk stattfinden, dem Sitz des Hauptsponsors. Herausforderung hier ist nur die Karte, die in einem User- Grid vorliegt und nicht in UTM /WGS 84! Mal sehen, was das dann für Aufgaben werden…

Bis dahin heißt es erst einmal abwarten, ggf. noch Hülle trocknen und wieder ordentlich verpacken, Karte kalibrieren,….

Fahrt 4 – I’m flying in the rain – und im Nachhinein doch wieder keine Fahrt

Heute Morgen sind die Lebensgeister irgendwie im Bett geblieben – die dritte Nacht hintereinander fast ohne Schlaf – und mein Team leidet mit (Danke für Eure riesige Unterstützung und guten Nerven). Bei Briefing fanden wir dann einen vollgepackten Aufgabenzettel – eine Pizza zum Frühstück, 2 Qual der Wahl, einen Donut als Hauptgang und zum Abschluß noch ein Fly on. Die Windmessungen des Metteams und die Prognosen ließen schon auf eine größere Winddrehung schließen, aber das könnte man ja vielleicht beim Donut gut ausnutzen und etwas mehr von dem Teil abbekommen. Von Regen hat aber keiner gesprochen! Nach dem Briefing ging das Gesuche nach einem Startplatz voll los. Wir waren uns schnell einig, dass wir, bezogen auf den Flugplatz uns etwas in 260 – 270 Grad suchen mußten. Das große Problem nur – dort war die Stadt! Also Straßen nach Grünflächen, größeren Parkplätzen oder Brachgeländen absuchen, um irgendwas zu bekommen. Einfach war es nicht. Als wir dann den Korb aus dem Anhänger zogen fing es an zu tröpfeln. Das hatte keiner von uns auf der Rechnung. Schnell die Handys gecheckt, ob die Fahrt vielleicht abgesagt ist, das andere deutsche Team um Astrid Carl gefragt, keiner hatte die heiß ersehnte SMS – also dann auf in den Regen und ran an die Aufgaben. Den ersten Marker der Pizza konnte ich ganz schön platzieren, aber da ich nicht mehr schnell genug runter gekommen bin, hat es mich nach rechts versetzt und der 2. Marker fand sich in der falschen Hälfte wieder, das erste Qual der Wahl war einmal mehr ein Klassiker – mitten zwischen 2 Zielen durch – das rechts ging nicht rechts genug, und das links nicht links genug von der Pizza – also schnell abhaken und an das 2. Qual der Wahl gemacht. Diesmal konnte ich es besser umsetzen und nagelte meinen Marker auf das Kreuz – wären 1,97m gewesen. Schnell (denn es wurde auch immer zügiger) den richtigen der vorher vorbereiteten Donut ausgewählt und deklariert und weiter gings. Zwischenzeitlich hätte ich für meinen Laptop einen Scheibenwischer benötigt – der Regen kam zwischen Scoup und Ballon durchgetropft, aber es gab immer noch keine Absage der Fahrt. Wenn der Herr Wettbewerbsleiter meint, nass sind wir eh, dann schaukeln wir den Ballon halt bis zum Ende durch. Mit 3,2km im Donut nicht das optimale erwischt, aber vom erhofften Südwind war nicht mehr viel übrig. Nach dem Donut erst mal kurz durchatmen, Ballon in ausgeglichenen Zustand bringen und ein weiteres Ziel deklarieren. Das erste war nix – der Wind drehte immer weiter nach links, also 2. Versuch der dann auch „nur“ mit ca. 100m abgeschlossen wurde. Jetzt km die spannende Aufgabe, möglichst vor dem Kartenende noch ein Landeglände zu finden. Orte, Leitungen Wald – prächtig hier oben, aber neben einem Maisfeld eine kleine Brache, die sollte reichen – grün mit einem Wiesenweg zum direkt anfahren. Das war meine. Kurz nach der Landung kam auch schon ein Bauer angefahren und wollte wissen, ob alles ok. sei! Erst als ich um meinen Korb herumgelaufen bin und wohl keine Blessuren hatte, hat er sich wieder auf den Heimweg gemacht – sah wohl spektakulär aus die Landung – aber außer einer nassen Hülle – es hat wirklich vom Start bis wir wieder zurück am Hotel waren geregnet bis geschüttet ist alles mal wieder gut gegangen.

Zurück am Hotel hieß es für mich – ab ins Bett – schlafen und aufwärmen, mein Team stand eher auf Frühstück. So verschlief ich den Empfang beim Bürgermeister – sorry Herr Bürgermeister, war nicht so gemeint und musste nachher erfahren, dass die ganze Mühe und der Dreck umsonst waren – die Fahrt wurde im Nachhinein gecancelt – außer Spesen nichts gewesen – und wieder keine Verbesserung in der Platzierung.

Faht 3 – eine fast normale Fahrt mit einem bellenden Ballon

Der gestrige Blog fiel irgendwie ins Wasser… nicht ganz wörtlich genommen – aber meine Bronchitits hat dafür gesorgt, dass ich die Zeiten zwischen den Briefings und Ballonfahrten im Bett verbracht hatte, um irgendwie den Tag zu überleben

Die Morgenfahrt bestand aus 3 Aufgaben – den unvermeidlichen Qual der Wahl (2 Stück) und oh Wunder, endlich kam auch mal der FAI- Logger zum Deklarieren zum Einsatz ein Fly on. Mit meiner Ablage beim ersten Qual der Wahl von rund 4 Metern landete ich auf Platz 17, von den 50 am zweiten gar nicht zu reden – also wieder nix, mit dem ausbügeln der letzten vergeigten Farht. Beim Fly on dann drückte ich den Knopf zu spät, so dass aus 30 m 120 wurden, was Punktemäßig auch nicht mehr viel war. Abgehakt !

Beim Briefing für die Abendfahrt fanden wir einen Marker auf unseren Tischen liegen – wieder der rosa, der sich anfühlt und aussieht wie aus Unterwäschestoff gemacht – entsprechend lässt er sich auch werfen. Geplant für die Abendfahrt war dann ein Selbst gewähltes Ziel und ein Qual der Wahl. Draußen zogen die Wolken auf und polnisches wie deutsches Radar zeigten an, dass es wohl regnen würde – aber unser Wettbewerbsleiter ließ uns trotzdem auf den Startplatz östlich des großen Waldes von Leszno fahren („falls es regnet, müssen wir so ja nicht über den großen Wald und die Stadt“ war der O- Ton dazu). Also zogen 39 Teams los um auf dem Gelände etwas zu finden – an sich kein Problem, das Gelände ist ja groß genug – aber irgendwie meinen einige doch, dass wir mit Modellballonen unterwegs sind, und dass anderes genauso kuschelig wie sie selbst mögen. Auf dem Platz dann ein Zusatzbriefing, insbesondere zu den aufziehenden Schauern – die Meteorologin betonte nochmal, dass wenn es regnet, es durchaus kräftig sein könnte, aber es gäbe von jetzt an ein Loch von ca. 60 Minuten bis der Regen dann tatsächlich kommt. Mathijs beendete kurzerhand das Briefing und kündigte an, dass er in 7 Minuten „grün ziehen“ will – das hieß, schnell noch ein Windreading machen, der Wind drehte ja andauernd am Boden, ein Ziel für das PDG auswählen und den Ballon aufrüsten, denn irgendwie hatten die meisten nicht daran geglaubt, dass wir fahren! Ich hatte gerade das Ziel im Logger, als man am Hupen von Autos hören konnte, dass sich die Farbe der Flagge am Flaggenmast geändert hat – puh nochmal Glück gehabt – aber es war nicht gelb sondern schwarz- er hatte wohl doch noch ein einsehen, dass das so zu sehr Lotterie werden würde.

Also alles wieder schnell verpackt und für mich hieß es ab ins Bettchen, die Bronchitis weiter bekämpfen (aber leider habe ich so gut wie nicht geschlafen).

Vom Winde verweht – oder Fahrt 2

Heute Abend hatten wir, irgendwie wollte ich es nicht so recht glauben 3 Marker auf dem Tisch liegen (Fly in, Qual der Wahl und noch ein Qual der Wahl). Draußen hat es geblasen und mit dem fast wolkenlosen Himmel sah es auch nicht so aus, als ob es besser würde. Aber gut. Die Met- Leute machten das Ganze auch nicht vertrauenswürdiger – es sollte am Boden bis 17.00 Uhr lokale Zeit noch 10 kt mit Böen bis 20 kt geben. Die Windmessung der Meteos erbrachte 12 kt. In diesem flachen Gebiet mit zwar riesigen Landeflächen aber kaum Windschutz konnte das heiter werden. Während des Briefings schien es Mathijs auch nicht so ganz einerlei zu sein, so dass ein Feldbriefing in einem kleinen Örtchen namens Henryowo (wenigstens konnte man sich den Namen merken) – geben – spätestens um 17:30 sollten alle Teams dort sein. Gegen 17:50 wurden wir dann mit geringfügig modifizierten Zielkoordinaten für einige der Qual der Wahl Ziele entlassen – einziger Kommentar des Wettbewerbsleiters: sucht euch eine geschützte Stelle aus… die gab es aber so gut wie nicht in Windrichtung und dank Sunset 19:15 lief uns auch die Zeit davon. Also mit Astrid Carl (war wieder ein Zufall) einen Platz gesucht – noch ein Ballönchen hochgelassen und mit Blick auf die Uhr – für die Aufgaben brauchte man sicher 45 Minuten – den etwas grottigen Platz (ohne Windschutz) und nicht optimal auf der Linie genommen. Laut Prognose konnte man das ja noch korrigieren (was der kleine Ballon bestätigt hatte).

Nach diversen PC- Problemen (Kein Strom mehr im Laptop, der Akkublock hat auch gestreikt, also Reserve- Laptop, der sich aber nicht mit dem Logger verbunden hat, Reserve GPS an Reserve- Laptop) ging es dann doch noch um kurz vor halb 7 auf die Strecke. Ich war mit Astrid ziemlich vorne dran. Sie fuhr am ersten Ziel links dran vorbei – das links hätte ich gerne gehabt, ich bin in ca. 300 m rechts dran vorbei und danach gab es für mich keine Steuerung mehr – es ging nur nach mehr oder weniger rechts – aber damit weiter weg von den Zielen. Obwohl wir es auf allen Höhen versucht haben, es gab einfach keine Drift zu den Zielen. Zweites Ziel war damit um ca. 1km verfehlt, das letzte gar um 1,7 km… das wars dann wohl mit dem 2. Platz von heute Morgen. Beim ersten Ziel hatten wohl einige gemarkert, beim 2. Bin ich mir nicht sicher und beim letzten sollte einigen die Zeit ausgegangen sein. Ich bin um 19.00 Uhr dran vorbei und das Feld war da noch bei Ziel 2! Vielleicht rettet das ja noch etwas die Gesamtbilanz von der heutigen Abendfahrt!

Blind Dates an den Zielen bei Fahrt 1

Nachdem wir gestern noch eine schöne Eröffnungsfeier mit wirklich kurzen Reden – Simultanübersetzt – etwas Folklore auf dem Marktplatz wurde auch die Erwartung meiner 3 Herren aus dem Team erfüllt. Im Hotel Akwawit gab es noch ein leckeres Büffet.

Heute Morgen vor dem Briefing dann die Diskussionen der Teams untereinander – kurz vorher hatte es noch geregnet und Nebel war uns gestern schon angekündigt worden. Bei einem kurzen Blick in den Briefing- Raum lagen da auch tatsächlich 2 Marker… es waren schließlich 3 Aufgaben mit einem gemeinsamen Start vom Flugplatz – ein JDG auf dem Flugplatz (in einer anderen Ecke) ein HZW mit 2 Zielen und ein pilot declared RTA mit einer Distanz von 4 km die zu überwinden war (scheinbar Mathijs neue Lieblingsaufgabe).

Auf dem Flugplatz angekommen mussten wir feststellen, dass das heute wohl „Blind Dates“ mit den Zielkreuzen werden. Das JDG lag ca. 400m vom Startplatz weg vor den Hangars des Platzes – aber die konnte man nicht sehen! Nach etwas Warterei, 2 weiteren Windmessungen des Met- Teams und immer weiterer Winddrehung nach rechts verlegten wir noch vor dem angekündigten Zusatzbriefing unsere Startposition in die äußerste linke Ecke des Feldes – rechts ging immer, so wie die Fiesta- Ballone uns im Nebel irgendwann angezeigt hatten. In der Wolkensuppe wurde dann der Start freigegeben und ich hatte mich entschieden möglichst als erste zu starten, denn meine Erwartung war, dass der Wind mit der Zeit noch weiter nach rechts dreht. Mit ca. 360 Metern rauschten wir am ersten Ziel vorbei (das verlegen des Startplatzes hat sich wirklich gelohnt) und kämpften weiter um jedes links das es gab. Das HWZ verpasste ich auch um ca. 120m, Dolly hatte ca. 110, Astrid auch ca. 120m – und nur 4 kamen in die MMA. Dann die Lieblingsaufgabe – ich hatte eine mittlere Windgeschwindigkeit von 8 kt. Angenommen – das war so natürlich nicht mehr gültig – zumal der Wind immer weiter drehte – so wurden aus den ursprünglich 4 km sicher 4,5 km. Bei den variablen Winden (auch in der Geschwindigkeit) musste ich permanent die Höhen und damit auch die Geschwindigkeiten anpassen. Blöderweise ist meine Stoppuhr auch noch 2 Mal stehengeblieben, so dass ich nur schätzen kann, dass ich mit einer Differenz von 10 Sekunden zur deklarierten Zeit rausgekommen bin.

Ich hoffe für die Morgenfahrt so ca. 2.200 Punkte eingesammelt zu haben – gerne auch mehr!

So, jetzt warten wir darauf, dass Mike wiederkommt – Mathijs braucht wohl noch irgendwelche Files zur Auswertung der RTA – und dann geht es in die Stadt frühstücken.

Ach ja, wenn ich den Tracker mal zum Laufen bekomme (bei Dolly weiß ich nicht, ob es geklappt hat), könnt Ihr uns auch live unter www.livetrack24.com (live events) verfolgen.

Platz ist im kleinsten Raum!

Tag 0 oder 1 – je nach Zählweise

Heute Morgen war eine offizielle Trainingsfahrt angesetzt – allerdings ohne Aufgaben und Trainingsflightbriefing und leider auch ohne Wetterbriefing. Nachdem es die halbe Nacht geschüttet hat, haben wir uns trotzdem um 5:45 Uhr aus dem Bett gequält, mit PC Met so rudimentäres Wetter „zusammengebaut“ und sind einfach in die Richtung gefahren, in der gestern eine Reihe Ballone gelandet sind. Diese Ecke sah für uns so aus, dass wir nicht über den großen Wald von Leszno kommen und ggf. noch ein paar Zielanfahrten probieren können. Das mit den Zielanfahrten war nur mit einer „Mini- Landewiese“ möglich (einmal quer über die Stadt und nach der Stadt kam der Strom) aber 3D Ziele haben ganz gut geklappt. Das lässt ja für morgen hoffen…

Um 13.00 Uhr ging es dann mit dem Generalbriefing weiter – mehr oder weniger das Übliche – viel Gerede, ein paar neue Fragen auf der Liste der „dümmsten je gehörten Fragen“ (auch wenn es dumme Fragen eigentlich nicht gibt), viele schon bekannte Fragen und nach ca. 1,5 Stunden (ich glaube das ist bislang Rekord bei Generalbriefings) durften wir den Raum wieder verlassen. Jetzt noch schnelle die geänderten Koordinaten in die diversen Laptops und GPS eingeben und weiter geht’s um 16.00 Uhr mit Parade der Teams durch die Stadt (3 Konvois mit Polizeibegleitung) und die feierliche Eröffnung auf dem Marktplatz von Leszno. Anschließend gibt’s im Hotel noch eine Eröffnungsparty, bei der zumindest meine 3 Herren hoffen, dass es auch was Gutes zu Essen gibt.

Wir sind endlich da…

1. Frauen- Weltmeisterschaft in Polen – wir sind endlich da!

Noch nie habe ich im Vorfeld so viel vorbereitet wie für diesen Wettbewerb. Bereits im Januar habe ich mir bei Firma Schröder den Mistral reserviert, da ich annehmen mußte, dass mein alter OWAS es nicht mehr durch die Nachprüfung schaffen wird – und so war es leider auch. Aber – neues Spiel – neues Glück. Mein PC gab den Geist auf und mußte ersetzt werden und ein wenig trainieren wollte ich an sich auch für eine Weltmeisterschaft!

Ich konnte – vielen Dank der Firma Schröder hierfür – den Mistral schon 2 Wochen vor der Veranstaltung in Trier abholen, damit wir noch die eine oder andere “Gewöhnungsfahrt” machen konnten. Immerhin hat es dank des spontanen Einsatzes von Mike und Jan unter der Woche einmal geklappt und wir konnten zu 2 1/2t (oder Jan hört lieber zu Dritt) den Ballon ausprobieren. Ich merkte schnell, dass wir wohl Freunde werden könnten…

Als letzte Vorbereitung – und um anzufangen meine Mannschaft für Polen einzusammeln – haben wir uns für die Warsteiner Montgolfiade als “Vorbereitungsveranstaltung” entschieden. Mit immerhin 2 Fahrten im Rahmen der Paraballooning und ein paar Zielanfahrten bzw. “blöde Anfahrten” an potenielle (waldfreie) Landegelände konnten wir wenigstens einen Teil des Programmes absolvieren.

Heute morgen nun ging es endlich los nach Polen – Ali nach dem Frühstück in Warstein eingesammelt – oder vielleicht besser für eine Woche von Adi geliehen (?) und weiter nach Dresden wo Volker mit seiner Familie ein paar schöne Tage verbracht hatten. Um 3 Uhr waren wir endlich vollzählig auf dem Weg nach Polen. Mit heftigen Schauern und Wasser auf der Strasse hat uns Polen begrüßt. Naja, das kann ja jetzt nur besser werden. Aber um 19.00 Uhr war es dann endlich soweit. Schon auf dem Parkplatz das übliche und schöne “Hallo wie gehts” von allen Seiten. Das Zeichen – wir sind angekommen. Schnell das Auto ausgeladen, die beiden Zimmer bezogen – und überlegt was man mit dem angebrochenen Abend anfängt. Ich wurde überstimmt – meine Mannschaft wollte unbedingt noch was essen…. also warten nun Mike, Volker und Ali seit mittlerweile 45 Minuten auf das Essen und ich habe mich aufs Zimmer verzogen, um den ersten Blog zu versuchen… was Ihr nun hiermit auch ertragen müßt :-)
Alles weitere wird sich dann morgen ergeben – nach einer Trainingsfahrt morgen früh. Dann erst mal “guts Nächtle” für heute!