Ready for Take-Off – Ballon WM 2018

Guten Morgen zusammen,

es ist Sonntag, 19.08. um 3:20 Uhr und wir starten in die Heissluftballon-Weltmeisterschaft 2018 in Groß-Siegharts in Niederösterreich.

Nachdem wir als letztes Team am Freitagabend hier eingetroffen sind und morgen einen ausgefüllten aber relativ stressfreien „Aufwärmtag“ hatten geht es heute früh mit der ersten Wettfahrt los.

Gestern war früh noch eine Trainingsfahrt angesetzt die wir alle genutzt haben um letzte Abstimmungen und Systemchecks zu machen. Am Mittag war dann das Generalbriefing mit tatsächlich allen 105 (!) anwesenden Ballonteams (das ist selten, dass nicht kurzfristig noch einer ausgefallen ist) und am späten Nachmittag dann die feierliche Eröffnung am großen CLP/Festplatz. Dabei hätten wir dann schon fast die ersten Ausfälle im Team gehabt nachdem Sven von einer Wespe gestochen worden war (er ist allergisch auf Wespenstiche) und ein Crewmitglied sich in der Hitze auch ein wenig ausruhen wollte 😉

Aber es sind alle wieder wohlauf, das Windmessteam hat gestern noch fleißig an der Darstellung der Sondendaten gearbeitet und nun wird es ernst.

Von den Wetteraussichten her sieht es nach vieeeelen Fahrten aus, nur der schwache Wind macht uns noch ein wenig Sorgen.

So viel für den Moment von hier. Wir werden versuchen euch regelmäßig an dieser Stelle zu informieren wie es uns und dem deutschen Team so geht.

Bis dann,

Team Wegner

Balloonworlds 2018

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Alle deutschen Teams sind soweit bereitet und teile des Windmessteams erholt sich schon im Vorfeld in Kössen.

Last minute sind auch noch die ersehnten Sonden eingetroffen und wir haben somit auch ausreichend Sonden im Petto. Als super Spürnase haben wir nun aber auch tierische Unterstützung sodass ein Sondenverlust quasi ausgeschlossen sein wird.

Wir wünschen allen Teilnehmern eine sichere Anreise. Team Strasmann wird in Teilen bereits ab Donnerstag vor Ort sein.

Team Strasmann wird auch berichten, teils mit einer 360 Grad Live Cam. Erste Tests dazu werden heute eingestellt. Mehr unter www.strasmann.eu

Als heißer Tipp gilt auch die Seite www.watchmefly.net

Letzte Chance…

.. die keine mehr war. Heute morgen hatten alle deutschen Teams ungläubig aufs Handy geschaut. Vor dem Fenster Nebel, es hatte bis spät in die Nacht geregnet und schon beim Mannschaftsabend hatten wir spekuliert,  wann wohl die Frühfahrt abgesagt wird. Es kam aber keine Absage, also flott angezogen, zur Briefinghalle gefahren, die Ballone vorbereitet und noch ein kurzes polnisches Frühstück zu uns genommen. 

Auf den Tischen lag ein liebloses Tasksheet mit einem gemeinsamen Start aus dem Kurpark (der halb unter Wasser steht), einem Fly in auf den Sportplatz hier, einem Fly on. Irgenwie passte alles nicht ganz zusammen. Das Wetterblatt von Brad sagte auch schon wieder Gewitter für die umliegenden Orte. Scheinbar wild entschlossen wurde ein zweites Briefung um 6.00 Uhr angesetzt. Die Stunde dazwischen nutzte die Jury für ein Eventdebrief.

Um 6.00 Uhr die gute und die schlechte Nachricht: der Nebel löst sich schneller auf, als gedacht, dafür kommt der Regen früher, sprich das Fenster in dem wir hätten fahren können schloss sich. Daher wurde die Fahrt dann doch noch abgesagt.

Damit ist diese Veranstaltung mit 4 Fahrten beendet, mal wieder mit Wetterpech. Nachdem wir zu beginn zu variable Winde hatten, wurde der Wind dann zu stark, gefolgt vom Regen.

Mit dem Ergebnis kann eigentlich nur Astrid als 8. zufrieden sein, bei uns anderen war noch viel Luft nach oben.

Mein persönliches Resumee: die Zielanfahrten waren dank dem Training in Horb ok, die Konstanz und meine Fehlerquote passt einfach noch nicht! Die Zusammenarbeit mit den anderen Teams wird von Mal zu Mal besser und unsere Bodenmannschaften haben einen tollen Job gemacht! Vielen Dank für eure Unterstützung, nich nur beim Aufbau und einsammeln auf riesigen Feldern ohne Zufahrt,  sondern auch für die ganzen Bodenwinde und Sondenergebnisse, die die Zielanfahrten erst möglich gemacht haben!

 An Katharina, Astrid und Aline: es hat Spass gemacht mit euch zusammenzuarbeiten, das nächste Mal gerne wieder!

 

Nachbetrachtung der letzten Abendfahrt

Katharina und Aline standen mitten im Getümmel beim Aufbau auf einem viel zu kleinen Startfeld mit viel zu wenig Zeit, um in mehreren Wellen sicher und mit Anstand zu starten. Dabei wurde Alines Ballon vom Ventilator von Katharina angesaugt und beschädigt, so dass sie diesen Abend nicht mehr fahren konnte. Mittlerweile ist der Ballon repariert und wieder freigegeben.

Nachdem heute morgen wieder das Briefing und damit die Fahrt gecancelled wurde, nutzten wir die Chance uns zusammenzusetzen und zu schauen, was passiert war.

Mittlerweile ist klar, das alles fair, aber nicht optimal abgelaufen ist. Kern des Problems war eine mangelnde Abstimmung und Kommunikation – sowohl auf dem Startfeld als auch nach der Fahrt.

Jetzt hoffen wir vier Teams auf gutes Ballonwetter, um wieder gemeinsam in die Luft zu kommen und Platzierungsseitig noch zu retten, was zu retten ist.

Aline & Katharina

Frühfahrt abgesagt

Heute Morgen klingelte wie üblich 3:45 der Wecker, kaum im Bad kam von Mike schon der Hinweis „weiterschlafen“ die Frühfahrt ist abgesagt…

Noch kurze Bestätigung über das ENB und schon ging über unsere whats app Gruppe das Gewitter, dass die Frühfahrt abgesagt ist – Bestätigung von allen Seiten. 

Also Licht wieder aus, und ab zurück ins Bett. Beginnen  wir den Tag einfach später mit einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück…

Warum abgesagt wurde ist allerdings nicht ganz klar, das Wetter, das wir uns ziehen können, hätte eine kurze Fahrt erlaubt….

4. Fahrt – ein Start aus dem Stadtpark

Gestern abend lag ein Marker auf dem Tisch, in Summe 2 Aufgaben. Ein Maximum Distance mit Wertungsgebiet (als Banana Split) und ein HWZ. Startplatz sollte der Stadtpark in Naleczow sein. Leider hat der Startplatz einige nasse Gräben, so dass aus dem an sich großen Platz eine enge Angelegenheit wurde, zumal für 35 Ballone die Startperiode mit green + 20Min. sehr knapp bemessen war.

Für die erste Aufgabe hiess es gleich vom Start heraus auf 4.000 – 6.000ft. hochzuschiessen, anders konnte mal das Wertungsgebiet nicht erreichen. Solches Tasksetting mag ich gar nicht. 

Astrid und ich hatten Glück, wir fanden eine halbwegs ruhige Ecke auf den Startplatz mit etwas Platz, Katherina und Aline steckten mitten im Getümmel, was beiden zum Verhängnis wurde. Alines Ersatz- Ballon wurde wohl von einem Venti angesaugt und war nicht mehr fahrtauglich.

Mit der grünen Flagge sprangen überall die Ventis an und es wurde zügig gestartet. Irgendwann auf halber Höhe zu den 4.000ft erwischte mich eine Kaltluftblase und es ging unangenehm schnell nach oben. Der Ballon veranstaltete ein Ballett in der Luft. Unglücklichweise veranschiedete in der Zeit sich auch mein PC, so dass der Bananasplit ein blindes unterfangen war. So auch das Ergebnis. Für das anschließende HWZ hatze Micha mir zum Glück die Koordinate ins GPS gespeichert, so dass ich da wenigstens mit etwas Sicht fahren konnte. Ich stieg allerdings zu spät ab, so dass ich zwar in der MMA drin war, aber leider auf 2.600ft. Auch hier ein schlechtes Ergebnis, das mich wieder einen Platz kostete.

Die Aufholjagd wird langsam schwierig…

3. Fahrt- jetzt etwas zügiger…

und mit Steuerung..

Heute morgen hatten wir wieder 3 Satinmarker auf dem Tisch liegen. Das konnten wir vom Frühstück aus sehen, die Japaner gönnten sich das Aufgabenblatt per Internet vorab, damit konnten wir sehen, dass es auf alle Fälle 2 Seiten hat.

Als Briefingzeit war, konnten wir auch endlich in die Halle um uns einzulesen und zu überlegen, was wir wir machen wollen. Zu lösen galt es heute 1 x PDG, 1 x CRT, 1 x HWZ, 1 x JDG, 1 x Pilot declared RTA. 

Mit den Piballs der Meteorologen suchten wir eine Ecke aus, wo wir potentiell starten wollten, noch kurz eine weitere Windmessung und die Überlegung, ob das PDG vor oder nach dem CRT zu fahren ist. Wir entschieden uns für vorher, was vielleicht nicht ganz schlau war, da das „gemessene Rechts“ weg war. Damit verfehlte ich mein PDG und am CRT fuhr ich auch dran vorbei. Die Herausforderung hier war, dass innerhalb der MMA jeweils von 00-15 und 30-45 gemarkert werden durfte, ausserhalb von 15- 30 und 45- 00. Für die MMA war ich genau richtig in der Zeit, für den Loggermark war ich leider zu spät, so dass ich bereits 450m vor dem Ziel den Marker drücken mußte. 

Das HWZ erreichte ich zwar, aber nicht so dolle, mit 20km/h hat man keine 2 Chance zu korrigieren, aber immerhin innerhalb der MMA, das JDG wurde zwischen der Wettbewerbsleitung diskutiert.. diese blöden Marker sind so rutschig, dass mir der Marker vor der MMA beim entrollen aus der Hand und damit aus dem Korb gefallen ist. Blieb als Alternative der Loggermarker und der nich geworfene rosa Marker. Den legte ich bei 6,18 ab… mal sehen, was dabei rauskommt.

Das RTA war zwischen 2 Grudlinen und ca. 2km lang. Mit den Geschwindigleiten, die ich ursprünglich hatte,  hatte ich es auf 5 Min. geschätzt. Erst war ich zu schell, dann habe ich gebremst und dann war ich zu langsam… 43 Sek. reicht hier wohl nicht für einen Blumentopf. 

Jetzt erst mal frühstücken, Thomas und Micha haben Rührei und Speck schon fertig, dann etwas schlafen und zum Tanken – Bus und Ballon… dann beginnt der Spass von vorne…

 

2. Fahrt, Nachtrag….

Eigentlich… so sollte die Fahrt heissen…

Gestern Abend lag kein Marker azf dem Tisch, aber ein Aufgabenblatt mit 2 Aufgaben.  1 x FON, 1x MDT. Individueller Starplatz, alles frei. Das rich schon danach: wir wissen nicht was der Wind macht, macht einfach das Beste draus.

Der Meteorologe meinte noch, dass es sehr variabel und fast windstill ist, halt das Zentrum eines Hochs, aber, dass 2 Modelle ein kleines Windfeld im Westen des Wettbewerbsgebietes anzeigen. Zum Sunset hin, sollte der Wind etwas zunehmen. Damit war unsere Strategie, erst mal das FON mit Anstand machen und auf die Windzunahme hoffen. Das FON gelang uns unterschiedlich gut, die Windzunahme ließ leider auf sich warten, so dass für mich beides mäßig ausgefallen ist. 

Die eigentliche Herausforderung war mit den einschlafenden Winden, den vielen Leitungen, Himbeerfeldern, Baumplantagen überhaupt ein Landefeld zu finden.. irgendwann, deutlich nach SS war auch ich endlich am Boden..

Besser geht immer…

1. Fahrt, schneller als gedacht

Heute Morgen beim Briefing lagen 4 Marker auf dem Tisch, wieder die „schönen“ aus Satinstoff… Es waren dann 5 Aufgaben, FIN, JDG, HWZ, Pilot declared Weight Watcher Donut (nur 500m breit) und JDG. 

Nach dem Meteorologen  sollte es gut steuerbar sein, mit „viel rechts“.  Mit noch etwas Abstimmungsschwierigkeiten im Team suchten wir ums einen Startplatz, komischweise genau dort, wo alle anderen auch aufgebaut haben, nur halt etwas später. Da das Startfenster aber frei, und die Wertungsperiode ausreichend schien, könnte uns nur der im Laufe der Fahrt drehende Wind einen Strick daraus drehen. 

Flugs aufgebaut ging es flotter als gedacht den anderen hinterher. Beim ersten Ziel habe ich leider viel zu spät gemarkert und auch noch den Logger erst vergessen (geschätzte 30- 40m?), das 2. Ziel war zu weit rechts, dort kam nur einer hin. Das Rechts war zwar versprochen, aber eben nicht wirklich da, das HWZ war ein HWZ, zwischendurch und daher etwas durchwachsen, Ich hoffe noch in der MMA gemarkert zu haben. Den Donat habe ich probiert,  muss dann aber festgestellt haben, dass er nicht schmeckt, denn plötzlich ist das Rechts weg, das mich doch ein schönes Stück vom Kuchen hätte essen lassen und es ging mitten durch –  das war wohl gar nix. Zum Schluss sollte dann die relativ beste Aufgabe des Morgens kommen, ein letztes JDG, das ich Zick- Zack anfahren musste und den Marker bei ca. 7m in Ziel brachte.

Zufrieden bin ich mit der ersten Fahrt nicht. Da ist noch Potential nach oben, viel Potential.. Da die anderen Damen auch nicht glücklich waren, mal sehen, was am Ende rauskommt.

Hier für alle, die es interessiert noch der Link zum ENB: http://www.balloon-enb.org/?cat=38