“Common Landing Place” nach der ersten Fahrt

ich bin endlich dazu gekommen, das Video vom “Common Landing Place” auf youtube zu stellen. Ihr erinnert euch: Die erste Fahrt war die ziemlich schnelle mit drei Aufgaben. 10 km in 15 Minuten. Nach dem letzten Ziel gab es eine Landemöglichkeit, die etwas windgeschützt in einer leichten Senke lag. Die haben dann auch viele genutzt, wie ihr sehen könnt:

Umstellung auf hohes Niveau – Fazit Team Kreins

Nach gut 9 Stunden Heimfahrt sind auch wir wieder gut zu Hause angekommen.
Leider ließ das Wetter nur 5 Ballonfahrten zu. Regen, Wind und zumeist auch Nebel verhinderten die Starts.
Die Aufgaben waren immer bunt gestellt, wobei wir die Marker an den Zielen meistens fallenlassen mussten. Das war für uns alle eine enorme Umstellung und sollte trainiert werden.
An den Ergebnissen bei den 3-D Aufgaben (Donut, Torte und Banana-Split) sieht man auch, dass unser Windmessteam gute Arbeit verrichtete. Hier nochmal ein ganz dickes Lob! :-)
Wie eng das Feld wirklich zusammen lag, sieht man an den Ablagen bei Aufgabe 14. Hier gab es für 37 m (!) nur noch 111 Punkte.
Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man 200 m vorm Zielkreuz erkennt, wieviele Marker schon um das Ziel verteilt sind.

Die Zusammenarbeit im Deutschen Team hat super geklappt. Die Ideen aller deutschen Piloten flossen in die Taktik ein. Keiner fuhr für sich.
Das Mannschaftsergebnis zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir geballt auftreten, auch wenn es nicht ganz für einen vorderen Platz gereicht hat.

Da es meine erste EM war, bin ich ganz zufrieden mit meinem 27 Platz. Hier ist es nochmal wichtig über gemachte Fehler nachzudenken, sie zu anlalysieren und es beim nächsten Mal einfach besser zu machen.
Hier kann ich mich Sven, Uwe und Martin nur anschließen.

Abschließend möchte ich mich bei meinem Team ( Torsten, Christian und Thomas), die wieder eine sehr gute Arbeit am Boden verrichteten, bei den anderen deutschen Team´s und bei unseren Bloglesern und Fans, die uns die Daumen gedrückt haben, bedanken.
Es hat Spaß wieder gemacht.

In diesem Sinne

blue skies

Pascal

Gut daheim angekommen

Opening

Auch unser Team ist wieder gut zuhause angekommen. Unsere beiden neuen Reifen aus Polen haben einen guten Job gemacht und sind heil geblieben. Mit 3 Fahrern im Auto konnten wir uns die Strecke gut aufteilen und sind mit den üblichen Staus gut gerollt.
Ich kann mich den Kommentaren von Martin und Sven nur anschließen. Die Zusammenarbeit und die Stimmung in der Mannschaft war toll, die Ergebnisse hätte jeder von uns sich wohl besser gewünscht. Und in meinem Fall, wo ich ausnahmsweise mal einen guten Start hin gelegt hatte, von Anfang an auf einem der vorderen Plätze war und mich nicht erst langsam dahin arbeiten musste. Wie schnell es nach hinten gehen kann, sieht man dann an den Resultaten meiner folgenden Fahrten. Und wie eng es mittlerweile vorne zu geht, überascht auch mich. Bei der letzten Aufgabe habe ich z.B. mit irgendwas zwischen 990 und 1000 Punkten gerechnet und staunte nicht schlecht, dass es für 16 m Ablage bei einem Star (FON Ziel in der Höhe) “nur” 900 Punkte gab.
Ich möchte mich auf diesem Weg bei den anderen Teams und dem Windmessteam für die gute Zusammenarbeit bedanken – und ein dickes Dankeschön an meine eigene Mannschaft senden. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht mit euch. Auch meinem Freund Michal aus Plock möchte ich Danke sagen. Er hat einige Telefonate in Sachen Unterkunft für uns geführt und Mitte des Wettbewerbs sogar noch Helium in Wloclawek für uns aufgetrieben, wo sogar der Veranstalter sagte, es wäre alles vergriffen.
Von Michal habe ich auch die Links zu diesen Videos bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Ich freue mich auf die kommenden Meisterschaften …

Uwe
Wilde 13

… und hier noch die Top 10 der Nationenwertung …
Mit dem Platz müssen wir uns nicht verstecken !

top 10 nations ranking

Auf dem Heimweg – Fazit vom Team Wegner

Hallo zusammen,

nachdem auch wir als letztes Team Wloclawek verlassen haben und heute morgen um 7 Uhr die Heimreise angetreten haben und ich mittlerweile kurz hinter Berlin den Fahrersitz verlassen habe kann ich mich noch mal kurz den fleißigen Bloglesern widmen und auch von uns ein kleines Fazit ziehen.

8 Spannende, anspruchsvolle und irgendwie auch anstrengende Tage sind zu Ende. Es hat wieder viel Spaß gemacht die ganzen Bekannten Gesichter zu sehen und wir hatten auch reichlich Zeit für gute Gespräche. Leider muss man ja fast sagen, schließlich wären wir lieber Ballon gefahren. Die Hälfte der Fahrten hat geklappt, wobei es eben nur 3 Abendfahrten (die tendenziell immer weniger Aufgaben haben), eine etwas seltsame Morgenfahrt am Montag und nur eine “normale” Morgenfahrt mit knapp 2 Stunden Fahrzeit und endlich mal 5 Aufgaben am letzten Tag. Zumindest wir im Team Wegner waren erst nach Donnerstagabend/Freitagfrüh im Rythmus angekommen. Andere Teams kamen mit den ständigen Unterbrechungen wesentlich besser klar, wie man am Endergebnis ja auch unschwer erkennen konnte.

Mathijs hatte für uns einen bunten Strauß an Aufgaben parat, wobei wir, wie Sven schon geschrieben hatte, mit den Gravity Markern nicht so gut zurecht kamen wie andere Piloten. Ich denke das sollte ich nächstes Jahr mal ein wenig üben und mich nicht immer auf meine Werf- und Schleuderkünste verlassen :-)

Etwas schade war es für die gesamte Deutsche Mannschaft, dass wir trotz intensiver Bemühungen im Vorfeld es nicht geschafft haben alle im selben Quartier untergebracht zu werden. Das tut mir persönlich auch sehr leid und ich hoffe dass die Teams Kreins und Göhler, die dann freiwillig die Hotelvariante vorgezogen haben, das nicht als zu negativ empfunden haben.

Die Zusammenarbeit empfand ich auch wieder als hervorragend, auch wenn Pascal und Markus nicht mit unseren Trackern fuhren. Schließlich kann man sich ja auch ganz Old-School per Funk helfen. Insgesamt war das Teamwork wirklich super und vom Jungpiloten bis hin zum Alten Hasen hat jeder fleißig mitdiskutiert und Input für die taktischen Entscheidungen geliefert. Ich denke das haben wir ganz gut gelöst und wenn man sich unser Mannschaftsergebnis anschaut können wir wirklich sehr zufrieden sein. Einzig die Schweizer haben noch eine bessere Teamleistung abgeliefert. Mit 5 Piloten zwischen Platz 8 und Platz 32 kann sich das schon sehen lassen und wir haben einige gute Leute hinter uns gelassen.

Pascals Leistung muss man wirklich sehr hoch ansetzen, da es schließlich seine erste EM war und zumindest ich vor 4 Jahren in Frankreich erst mal von der Masse der Ballone so beeindruckt war, das ich fast das Ballonfahren vergessen hätte. Hut ab, hier hat er sich wirklich hervorragend geschlagen und das ganze Training und die Zeit die er dieses Jahr investiert hat haben sich aus meiner Sicht gelohnt (ich hoffe mal er sieht es genauso). Wenn er so weiter macht wird er zu einem festen Mitglied in der Mannschaft. An dieser Stelle noch mal ganz herzlichen Glückwunsch zu Platz 27.

Markus hat sicherlich einige in dieser Saison überrascht, da er sich im letzten Jahr relativ rausgehalten hat, dafür aber in diesem Jahr ein gutes Ergebnis nach dem nächsten abgeliefert hat. Ich denke der 11. Platz zeigt das er es nicht verlernt hat und ich gratuliere ihm ganz herzlich dazu. Danke vor allem für die Bereicherung im Team, mit dir und deiner Crew hatten wir richtig Spaß und ihr wart ein Garant für Gute Laune.

Danke Uwe haben wir Gott sei Dank immer eine sichere Bank für die Top 10, da kann passieren was will. Es ist einfach beeindruckend mit welcher Konstanz er seit Jahren Ballon fährt. Das es am Ende nicht zu einer besseren Platzierung gereicht hat ist schade, im vorderen Bereich des Feldes ist es aber mittlerweile einfach so eng, dass jeder kleine Fehler bestraft wird. Schließlich waren sowohl er als auch Stefan Zeberli zwischendurch mal auf Platz 1, am Ende aber trotzdem nicht mal auf dem Treppchen. Trotzdem denke ich das er nicht unzufrieden sein wird und vielleicht ist er ja als unser “Dienstältester” ein wenig Stolz auf diese Deutsche Mannschaft.

Sven und ich waren diesmal ein wenig vom Pech verfolgt. Ich denke wir hatten uns beide mehr erhofft von dieser EM und irgendwie hab ich für mich noch nicht so ganz analysiert wo ich die vielen Punkte hab liegen lassen. War es der neue Ballon? Das mangelnde Training? An meiner Mannschaft hat es auf jeden Fall nicht gelegen, da kann ich mich Sven nur anschließen. Danke an Thorsten und Katrin, ihr habt wieder einen tollen Job gemacht und mit unserem Nachwuchscrewmitglied Markus haben wir eine tolle Zeit gehabt. Hoffen wir mal das Bastian nicht so schnell in die Nationalmannschaft kommt, dann kann ich mir Markus vielleicht noch das eine oder andere mal ausleihen :-) Nach Platz 54 vor 4 Jahren in Frankreich und Platz 22 vor 2 Jahren in Spanien kann ich mit Platz 32 nicht zufrieden sein, ebenso wenig wie Sven mit Platz 26. Aber immerhin gehört Sven fest zum vorderen Drittel und ich denke ich hab mich auch in der vorderen Hälfte etabliert. Jetzt heißt es einfach arbeiten und beim nächsten mal noch ein wenig besser vorbereitet in die Meisterschaft starten, dann klappt es wieder mit einer besseren Platzierung.

Unser Windmessteam will ich nicht vergessen, schließlich war es das erste mal dass sie in dieser Kombination zusammengearbeitet haben. Das hat super geklappt hat und zumindest an den Daten hat man gar nicht gemerkt das da ein neues Team am Windreader steht. Hoffentlich hat es euch genauso gut gefallen und ihr hattet eine schöne Woche mit uns.

Abschließend möchte ich mich noch mal bei allen Bloglesern da draußen für eure Unterstützung, eure aufmunternden Kommentare und einfach euer mitfiebern bedanken. Es tut gut zu wissen dass es Ballonfahrer, Freunde, Familie und Bekannte gibt die sich genauso für unseren Sport begeistern können und wenn schon nicht live dann wenigstens auf die Ferne, anhand der Berichterstattung die wir versuchen zu stemmen, anteil nehmen. Das gelingt nicht immer zeitnah und  direkt, trotzdem hoffe ich das ihr unsere Gemütszustände und Erlebnisse ganz gut nachvollziehen konntet.

Ich denke das war es für dieses Jahr. Allen Ballonfahrern wünsche ich noch einen guten Jahresausklang mit ein paar schönen Herbstfahrten und allen anderen eine Gute Zeit und bis nächstes Jahr.

Martin

 

 

Wieder in Deutschland – Kurze Nachlese der EM in Polen

Nach über 14 Stunden hatten wir in der Nacht die Heimfahrt geschafft. Da eines meiner Teammitglieder am Montagmorgen wichtige berufliche Dinge zu erledigen hat, sind wir doch schon an Samstagmittag gestartet. Anne-Sophie fuhr den Großteil der Strecke, Max schaute nach der besten Route (alles wie im Wettbewerb) und Benjamin und ich konnten sich so etwas ausruhen. Mein kurzfristig umgestelltes Team hat sehr gut zusammengearbeitet und mehr getan, als man in dieser neuen Konstellation erwarten konnte. Vielen Dank an dieser Stelle für euren tollen Job und euren Einsatz, mich bei der EM zu unterstützen.
Die Zusammenarbeit im deutschen Team war hervorragend. Keiner fuhr für sich allein, sondern war immer für die anderen erreichbar und half wo er konnte. Dass es am Anfang bei mir schleppend anlief führe ich auf die Umstellung der Zielanfahrten zurück. In diesem Jahr konnten wir bei allen Wettbewerben den Marker werfen (Münster, Heldburg, Bad Griesbach u.s.w.). Ob ich da 20 Meter rechts oder links vorbeifahre ist nicht ganz so wichtig, Hauptsache ich bin tief über dem Ziel. Der Rest wird mit dem Gefühl für das Werfen oder Schleudern wettgemacht. Mathijs möchte aber lieber den Korb über dem Zielkreuz haben und gab so bei fast jeder Aufgabe „Fallenlassen“ des Markers vor. Von taktischer Seite bedeutet das, dass wir unter Umständen den Marker aus größerer Höhe Absetzen müssen, um einem Versatz durch andere Winde unter uns zu entgehen. Sollte in diesem Fall der Marker doch nicht in der Measuring Area landen, bleibt nur ein zügiger Abstieg für ein dreidimensionales Ergebnis mit dem Logger.
Da nach der ersten Fahrt eine Spitzenposition in weite Ferne gerückt war, habe ich bei den nächsten Fahrten versucht, früh zu starten. Durch unsere Balloontracker konnten somit Uwe und Martin, die auch mit diesem System ausgestattet sind, meinen Track sehen und ihre Zielanfahrten danach ausrichten. Bei 2 Fahrten hat das so jedenfalls so ganz gut geklappt. Die Sache mit der Bodenberührung in Aufgabe 16 ist in erster Linie für mich ein wenig ärgerlich, da sie mir in der Endabrechnung 4 Plätze kostete. Fasziniert von der Zielanfahrt konnte ich mir heraussuchen, wo der Marker über die Korbbrüstung rutschen sollte. Leider habe ich etwas zu spät geheizt.
Ein paar sehr gute und einige mittelgute Ergebnisse zeigen bei kritischer Betrachtung, dass im Vorfeld viel geübt werden muss und die taktische Feinheit durch viel Wettbewerbserfahrung kommt. Bei mehr Interesse an sportlichen statt kommerziellen Ballonfahrten hierzulande bekommen wir auch wieder eine Basis für mehr Wettbewerbe. Andere Länder machen das erfolgreich vor.
Ein deutscher Pilot, der in Wloclawek seine internationale Feuertaufe bei den Senioren mit Bravur bestanden hat, ist in dieser Berichterstattung fast gar nicht erwähnt worden. Eigentlich Schade, denn Pascal hat gestandene Nationalmannschaftsmitglieder hinter sich gelassen oder ist mit ihnen auf Augenhöhe gefahren. Meinen Respekt hast du. Als Garant für internationale Topplatzierungen hat Uwe wieder ein Top10-Ergebnis eingefahren. Herzlichen Glückwunsch, auch wenn es auf der Zielgeraden nicht ganz nach oben gereicht hat. Gefreut haben mich auch die sehr guten Ablagen von Markus. Er fährt ein starkes Jahr und einen Platz unter den ersten 10 hätte ich ihm gewünscht. Die Karten für die Teilnahme an der nächsten EM in Debrecen 2015 sind gelegt. Die deutsche Mannschaft wird eine der größten sein. Ob Martins 32. Platz ausreichend für einen weiteren deutschen Teilnehmer ist, muss man schauen. Auch für ihn sicher ein gutes Ergebnis.
Abschließender Dank geht an das engagierte Windmessteam, deren genauen Daten wir für unsere Fahrtvorbereitung nutzten und die uns bei den Zielanfahrten durch die Messung der etwas höheren Winde permanent auf dem Laufen hielten.

Vielen Dank allen und es hat wieder Spaß gemacht.
Sven

Endergebnisse – “Wir müssen da noch mal ein wenig nachrechnen”

Die Auswertung der Endergebnisse hat sich dann bis heute Mittag hingezogen, da es wohl die eine oder andere Schwierigkeit gegeben hat die noch korrigiert werden musste. Für uns waren die Änderungen nicht mehr dramatisch, trotzdem war es interessant zu  beobachten was sich an den vorderen Plätzen noch ändern würde, schließlich waren die Abstände dort vorne extrem eng.

Und so schauts jetzt endgültig aus:

Platz 1: Rokas KOSTIUSKEVICIUS mit 14.036 Punkten

Platz 2: Rimas KOSTIUSKEVICIUS mit 13.876 Punkten

Platz 3: Ivan Ayala ALCALDE mit 13.705 Punkten

HERZLCHEN GLÜCKWUNSCH!!

Damit waren wir immerhin mit den beiden erstplatzierten im gleichen Haus gewohnt, immerhin!

Und hier die Plätze des Deutschen Teams:

Platz 8: Uwe Schneider

Platz 11: Markus Pieper

Platz 26: Sven Göhler

Platz: 27: Pascal Kreins

Platz 32: Martin Wegner

Zufrieden sind wir damit sicherlich nicht, obwohl wir mannschaftsmäßig gar nicht so schlecht dastehen. Und nachdem ich von Platz 78 nach der 1. Fahrt gestartet bin, ist das Endergebnis gar nicht so schlecht.

Damit ist jetzt hier erst mal Schluß. Ein Fazit werd ich (und vielleicht auch andere) auch noch schreiben, aber jetzt gehts erst mal zur Siegerehrung, die Gewinner gebührend feiern.

Bis dann,

Martin

Endergebnisse

Hier die Endergebnisse

1 Rokas KOSTIUSKEVICIUS LTU 14036
2 Rimas KOSTIUSKEVICIUS LTU 13876
3 Ivan AYALA ALCALDE ESP 13705

8 Uwe SCHNEIDER GER 12749

11 Markus PIEPER GER 12096

26 Sven GOEHLER GER 10708
27 Pascal KREINS GER 10565
….
32 Martin WEGNER GER 10160

Wir gratulieren Rokas zur Europameisterschaft!

SA

Letzte Fahrt, Nummer 5 – Das große Fressen geht weiter

“Keine Fahrt ohne etwas zu Essen” – das scheint das Motto von unserem Wettbewerbsleiter Mathijs de Bruijn zu sein. Zur vermutlich letzten Fahrt am Freitagmorgen (der Regen für den Abend hatte sich schon in den Vorhersagen angedeutet) empfing er uns erst um 7 Uhr, da die Gefahr von Nebel wieder vorhanden war. Komischerweise hat der sich wohl gedacht “dann komm ich diesmal eben nicht” und so waren wir alle überrascht das es nur leichten Dunst und keinen Nebel gab. Trotzdem ordnete Mathijs nach dem Hauptbriefing im Hangar noch mal ein Zusatzbriefing in der Nähe des ersten Zieles an, bei dem es dann aber keine Änderungen mehr gegeben hat (nur die Wertungsperiode wurde auf 10:30 Uhr verlängert, was am Ende Gold wert sein sollte).

Womit sollten wir nun unsere Aufholjagd an diesem morgen starten? Wir hatten drei Marker auf dem Tisch liegen für ein FlyIn, ein Qual der Wahl mit 2 Zielen und ein vorgegebenes Ziel. Danach gab es etwas zu Essen, nämlich eine Torte, und hinterher noch ein FlyOn das wir wieder selber im Logger deklarieren mussten. Die Startplatzwahl war “relativ” einfach da wir eine tolle Steuerung hatten und somit von mehreren Positionen aus angefahren werden konnte. Einzig die etwas langsamen Geschwindigkeiten machten uns, als wir in der Luft waren, etwas Sorgen. Denn trotz der längeren Wertungszeit wurde es verdammt eng nach hinten raus alles zu erledigen.

Die Markerablagen waren wie bei allen Fahrten wieder hervorragend und so bekam ich beim FlyIn mit 25 Metern Ablage gerade mal noch 185 Punkte. Wahnsinn! Aber so ist das halt, wenn Europas Beste unterwegs sind. Beim Qual der Wahl war es tatsächlich für manchen eine Qual, denn man konnte beide Ziele anfahren. So konnte sich der eine oder andere nicht entscheiden und kam daher nicht optimal zu den Zielen und plötzlich waren hier meine 30 Meter wieder 643 Punkte wert. Das vorgegeben Ziel haben dafür wieder alle getroffen und dementsprechend schlecht war man, wenn der Marker nicht direkt am Zielkreuz lag. Leider hat Sven hier wieder mal einen Einschlag produziert, sonst hätten wir hier noch mal einen 1000er auf die Teamfahne schreiben können.

Auch die Torte hat dann gezeigt wie gut mittlerweile alle mit den virtuellen Aufgaben zurecht kommen und dementsprechend waren auch hier die Ergebnisse richtig eng. Genauso wie beim abschließenden FlyOn das einige aufgrund zeitmangel recht hektisch deklarieren und anfahren mussten.

Da es dann doch schon 10:30 Uhr zur Landung war, war auch der Bodenwind mittlerweile etwas flotter geworden, was den einen oder anderen Piloten zu kleinen Landschaftsgestaltern werden lies, indem sie mit den Körben lustige Furchen in die Äcker zogen. Bei dem aufgeweichten Boden hier war das aber auch kein großes Problem.

Damit waren die Spiele gespielt und es hies warten auf die Ergebnisse. Da uns klar war das keiner von uns so eine richtige Hammerfahrt rausgehauen hat hofften wir wenigstens auf ein halten unserer Plätze. Und damit weiter zum Endergebnis!